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Hier finden Sie Definitionen und Zitate zu Begriffen, die anlässlich eines Unterrichtes auftraten.

Stand: 19.08.2007 - - Sie sind hier: www.ulrich-rapp.deAllgemeines ⇒ Diese Seite

Glossar

08/15
ist heute ein Synonym für einfach oder gewöhnlich, war früher ein Synonym für Kommiss und ursprünglich die Typbezeichnung eines Maschinengewehres. Dazu kam es wie folgt: 1884 stellte Hiram Maxim das erste Maschinengewehr vor, bei dem der Rückstoß der explodierten Pulverladung für das automatische Nachladen der nächsten Patrone genutzt wurde. Gegenüber der bisherigen mechanischen Nachladung, z.B. durch eine Kurbel, erreicht diese Waffe eine verdoppelte Schussfolge. Das deutsche Herr kaufte erst die Waffe und entwickelte sie dann eigenständig weiter, bis 1908 das Modell mit der Bezeichnung MG 08 erschien. Eine tragbare Version wurde ab 1915 mit der Typbezeichnung MG 08/15 ausgeliefert und zur Standardwaffe des deutschen Heeres im ersten Weltkrieg. (aus "Die Technik" von U. Troitzsch und W. Weber)
Edison, Thomas Alva
1874-1931, erfand u.a. das Kohlenkörnermikrophon zum Telefon, ein Grammophon, eine Glühbirne, das erste Kinetoskop, eine Nickel-Eisen-Batterie und produzierte 1913 den ersten Tonfilm. (aus MS-Encarta 1999)
Erfinder
"Erfinder sind Leute, die nicht nur fluchen, sondern auch darüber nachdenken, was man tun kann, um das Ärgernis auszuschalten." (Jacob Rabinow, 225 Patente, gefunden in Petroski: Messer Gabel Reißverschluss von Henry Petroski.)
" Genial? Pah! Dran bleiben ist genial! Jeder andere helle Kopf kann genauso viel, wenn er nur höllisch dran bleibt und an nichts denkt, was an und für sich gut läuft. Du musst das verdammte Ding zum Laufen bringen! Mein Weg zum Erfolg war mit Fehlschlägen gepflastert." ( Thomas A. Edison, gefunden in "Messer Gabel Reißverschluss" von Henry Petroski.)
Ferien
als Wort kommt vom lateinischen feriae "Festtage, geschäftsfreie Tage" und nicht, wie Schüler gerne glauben, vom französischen faire rien "nichts tun".
Hooke, Robert
entdeckte 1660 das nach ihm benannte Hookesche Prinzip des linearen Zusammmenhanges zwischen Spannung und Dehnung. Er veröffentlichte es 1678 als Anagramm ceiiinosssttuu und erst 1680 im Klartext: Ut tensio sic vis (gefunden in Petroski: Messer Gabel Reißverschluss Reißverschluss von Henry Petroski, S.81).
Silberblick
ist ein Ausdruck aus dem Hüttenwesen und bezeichnete bei älteren Probierverfahren den Augenblick, in dem reines Silber aus einer Erzprobe gewonnen war.
Um den Silbergehalt eines Erzes festzustellen, kann man es mit Blei vermischen und schmelzen, so dass sich das Silber der Erzprobe im Blei löst. Anschließend wird das Blei verdampft. Kurz bevor das Blei verdampft ist, bildet es noch dünne Oxidschichten auf dem Silber, die ähnlich wie Öl auf Wasser sehr bunt schillern. Mit dem vollständigen Verdampfen des Bleies verschwinden diese Farben und das verbleibende Silber erstarrt. Im Moment der Erstarrung glüht es durch die frei werdende Kristallisationsenergie nochmals kurz auf = Silberblick (aus "De re metallica" von Georg Agricola von 1556 und einer Fußnote des Übersetzers aus dem Lateinischen Carl Schiffner von 1928). Bei der Bibliothek für Wirtschafts- und Sozialgeschichte / Köln können Sie eine deutsche Übersetzung von De Re Metallica als PDF-Datei herunter laden.
Soziologie
(von lateinisch socius: Gefährte, Geselle, und griechisch logos: Wort, Vernunft), die Wissenschaft von der Gesamtheit der sozialen Beziehungen innerhalb der menschlichen Gesellschaft. Sie untersucht und beschreibt die der Gesellschaft zugrunde liegenden Struktur-, Funktions- und Entwicklungszusammenhänge. Das Erkenntnisinteresse der Soziologie richtet sich auf den Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, die Interaktion zwischen sozialen Gruppen, Organisationen und Institutionen und ihre gesamtgesellschaftliche Bedeutung." (aus MS-Encarta 99).
Wissenschaft
Erhart Kästner in Stundentrommel vom heiligen Berg Athos über Pater Awakum, einen Eremiten: "Er weiß Dinge", bemerkte Luvaris einigermaßen betreten, "die sonst nur Universitätsprofessoren bekannt sind." Aber, so hätte er hinzufügen können, die kennen sie ja meistens nur, während jener sie wusste. Denn er hatte sein Leben gegründet darauf, und er hatte die Folgen daraus gezogen. Er wusste nur das auf der Welt, was sein Heil ausmachte, und alles andere wusste er nicht und kannte er nicht und hatte er nicht. Die Wissenschaft aber, die sich von jeher mit der Kenntnis begnügte und im Augenblick des Gedruckten ihre Himmelfahrt hat, lässt nichts aus; immer noch mehr, immer noch mehr will sie wissen, und sie zieht keinerlei Folgen daraus.

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