Übungen und Tabellenblätter    

    1 Einleitung    

LibreOffice und OpenOffice sind Zweige desselben Stammes StarOffice, das einst wirtschaftlich an Microsoft scheiterte. 1999 über­nahm Sun die Hamburger Firma, gab den Quellcode frei und entwickelte ihn mit der Community als OpenOffice weiter. Nachdem Sun von Oracle über­nommen wurde Und inzwischen von der Apache Software Foundation entwickelt wird), trennte sich 2010 ein Teil der Community von OO, um eine alternative Entwicklung unter dem Namen LibreOffice fort­zusetzen.
Danach hatte mal die eine, mal die andere Version die Nase vorne, aber momentan (2016) scheinen Apache OpenOffice die freiwillige Programmierer auszugehen und LibreOffice das Rennen zu machen.

Mit dem hier vor­lie­genden Kurs möchte ich meinen Schülern die Arbeit mit Tabellen­kalkulationen beibringen. Die Unterlagen folgen dem Verlauf meines Unterrichtes, dazu gehören Übungen mit detaillierten Lösungen.

Ich habe den Kurs mit OpenOffice vorbereitet und führe ihn in gemischten Kursen mit OpenOffice und MS Excel durch. Beide Progamme sind also zum Nacharbeiten und Üben geeignet. Mit LibreOffice klappen die meisten Übungen auch, aber in der Praxis muss ich viele meiner alten Tabellen in OpenOffice öffnen, weil sie mit neueren Versionen von LibreOffice nicht mehr funktionieren (siehe Kasten).

LibreOffice / OpenOffice sind sich sehr ähnlich und können kostenlos bei LibreOffice / OpenOffice.de herunter geladen werden. Wegen ihrer Mächtigkeit, Unabhängigkeit vom Betriebs­system und günstigen Preises sind sie meine persön­lichen Favoriten. Ich verwende in der Regel neueste Versionen (bei Open Office - siehe rechts), denn sie kosten nichts und im Detail gibt es immer wieder Fort­schritte.

MS Excel ist die Tabellen­kalkulation innerhalb des MS-Office-Paketes von Microsoft und hat den Vorteil des hohen Verbreitungsgrades. Es läuft nur unter Windows und kostet viel.

    2 Allgemeines    

    2.1 Tabelle laden    

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
eine neue Tabelle laden Datei - Neu - Tabellen­dokument Datei - Neu
bestehende Tabelle laden Datei - Öffnen..

Vor der Arbeit muss man erst das Programm und dann eine leere Tabelle aufrufen.

StarOffice und OpenOffice benötigen mehrere Angaben, da sie auch Text­dokumente, Präsentationen usw. unter einer Oberfläche be­ar­bei­ten können, während Microsoft für jede Aufgabe ein getrenntes Programm bereitstellt.

    2.2 Aufbau des Bildschirmes    

Screenshot
Das Erscheinungsbild von OpenCalc,
der Tabellen­kalkulation von OpenOffice 2.0

OpenOffice, StarOffice und MS-Office haben einen ähnlichen Aufbau, der für Windows typisch ist und mittlerweile auch in Linux Einzug gefunden hat.

Die Menüleiste (ganz oben) gibt nach dem Anklicken der Worte weitere Untermenüs frei. Meist findet man im Menü alle Befehle eines Programmes, aber neuere Programme lagern etliche Befehle in die Kon­textmenüs aus, die man mit einem rechten Mausklick aufrufen kann.

Die Symbolleisten liegen unter dem Menü und ent­halten häufig verwendete Befehle als Bildchen (Icon). Die Befehle werden mit einem Mausklick auf das Icon aufgerufen. Wenn man mit dem Mauszeiger kurz über dem Icon verweilt, wird das Icon erklärt. Symbolleisten können ein- und ausgeblendet und nach eigenen Wünschen gestaltet werden (⇒ Symbolleisten be­ar­bei­ten ).

Die Rechenleiste oder Funk­tions­leiste dient der Eingabe von Formeln (⇒ Eingabe von Formeln ).

Die Statusleiste befindet sich meist unterhalb des Tabellenfeldes und gibt Auskunft über aktuelle Einstellungen.

Die Zeilen - und Spaltenköpfe dienen der Adressierung der Zellen. Sie können am Bildschirm oder für den Ausdruck ein- oder ausgeblendet werden (⇒ Symbolleisten be­ar­bei­ten ).

    2.3 Symbolleisten und Ansichten be­ar­bei­ten    

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Symbolleisten ein-/ausschal­ten Ansicht - Symbolleisten
Leiste für die Formel­eingabe ein-/ausschal­ten Ansicht - Symbolleisten - Rechenleiste Ansicht - Bearbeitungsleiste
Statusleiste ein-/ausschal­ten Ansicht - Statusleisten
Icons einfügen Ansicht - Symbolleisten - Bearbeiten Ansicht - Symbolleisten - Anpassen
Icons ent­fernen Icon auf die Masken Symbolleiste be­ar­bei­ten / anpassen ziehen.
weitere Anpassungen Extras - Anpassen...
Zeilen­- und Spaltenköpfe am Bildschirm ausblenden Extras - Optionen - Tabellen­dokument - Layout - Zeilen­- und Spaltenköpfe Extras - Optionen - Ansicht - Zeilen­- und Spaltenköpfe
Zeilen­- und Spaltenköpfe für den Ausdruck einblenden Format - Seite - Tabelle - Zeilen­- & Spaltenköpfe drucken Datei - Seite einrichten - Tabelle - Zeilen­- und Spaltenköpfe drucken

VieleElemente des Bildschirmes können frei gestaltet werden. Dies ist für den Anfänger meistens erst dann nötig, wenn ver­sehent­lich eine Leiste verschwunden ist:-)

    2.4 Shortcuts und Kon­textmenü    

Neben dem Menü und den Symbolleisten gibt es weitere Eingabehilfen, die die Arbeit mit Programmen erleichtern können.

Shortcuts sind Tastenkombinationen, mit denen man Befehle sehr schnell aufrufen kann. Die Arbeit mit Shortcuts ist dann sinnvoll, wenn man sehr oft mit einem Programm arbeitet, oder wenn es sich um Shortcuts handelt, die in fast jedem Programm gleich sind (z.B. [Strg]+V für Einfügen ).
Man findet die Shortcuts meist in den Menüs.

Screenshot
Zeilen­höhe per
Kon­textmenu einstellen

Kon­textmenüs erscheinen nach einem Klick der rechten Maus­taste (RMK). Kon­text(-sensitiv) heißt, dass der Inhalt dieser Menüs davon abhängt, an welcher Stelle des Bildschirmes die rechte Maus­taste gedrückt wurde und manch­mal sogar, welche Tasten zusätzlich gedrückt wurden. Viele Programme setzen stark auf Kon­textmenüs (z.B. OpenOffice). Gewöhnen Sie sich an, regelmäßig die rechte Maus­taste zu drücken, um zu sehen, welche Befehle angeboten werden.

    2.5 Tabelle    

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Tabellenblätter umbenennenScreenshot Rechter Mausklick auf Tabellenname Rechter Mausklick oder Doppelklick auf Tabellenname
weitere Aktionen mit Tabellenblättern Bearbeiten - Tabelle löschen / verschieben / kopieren Bearbeiten -
Blatt löschen / verschieben / kopieren

Der Tabellen­bereich ist das Kernstück jeder Tabellen­kalkulation und besteht aus Zellen, die in Zeilen und Spalten angeordnet sind. Jede Zelle hat eine eindeutige Adresse wie beim Spiel "Schiffe versenken", z.B. C13.

In jeder Datei stehen mehrere Tabellenblätter zur Verfügung. Die Tabellenblätter ermöglichen eine übersicht­liche Anordnung von mehreren Aufgaben in einem Dokument. Sie können umbenannt, kopiert und verschoben werden, auch in andere Tabellen, wenn diese gleichzeitig geöffnet sind.

    3 Zelleninhalte    

Jede Zelle kann Texte , Zahlen oder Formeln ent­halten. Da Zahlen, Text und Formeln unterschiedlich behandelt werden, muss man wissen, woran sie vom Programm erkannt werden.

    3.1 Zahlen    

Zahlen ent­halten nur Ziffern und eventuell ein Komma und ein Vorzeichen. Ein Punkt statt des Kommas ist in den deutschen Versionen nicht zulässig.

Achtung: Manchmal sieht eine Zahl kann anders aus, als man es erwartet hat. Wenn von einer Telefonvorwahl die führende Null ab­geschnitten wird, ist die Nummer wenigstens noch zu erahnen. Aber was tun, wenn unversehens ein Datum oder eine andere seltsame Zeichenfolge erscheint?
Die Dar­stellung einer Zahl hängt von ihrer Formatierung ab. Das Problem mit der Telefonvorwahl können lösen, indem Sie sie als Text formatieren. (⇒ Zahlenformate )

    3.2 Funk­tionen bzw. Formeln    

Beispiele für Funk­tionen Anzeige bzw. Ergebnis
= 1 + 4 5 (Zahl)
= Summe (C4.. C6) Summe der Zell­inhalte von C4, C5 und C6 (Zahl)
= "Name"&", "&"Vorname" Name, Vorname (Text)

Mit Funk­tionen werden Verknüpfungen zwi­schen Zahlen, Texten oder Zell­inhalten (Zahlen oder Texten) durchgeführt. Funk­tionen beginnen immer mit einem Gleichheitszeichen. Zell­inhalte werden über ihre Zell­adresse angesprochen und dienen so als Variable.

Screenshot
Formel in C1 mit einem
Gleichheitszeichen beginnen

Um eine Funk­tion einzugeben, markiert man die Zelle und beginnt immer mit einem Gleichheitszeichen. Das Gleichheitszeichen tippt man ein oder wählt es mit der Maus aus der Rechen- bzw. Funk­tions­leiste. (⇒ Arbeiten mit Funk­tionen )

Screenshot
Formel in der Zelle oder in der
Rechenleiste eintippen und abschließen

Nach dem Eingeben des Gleichheitszeichens wird die Rechen- bzw. Funk­tions­leiste aktiv, und man kann die Formel eintippen oder den Formel­assistenten aufrufen.
Um die Formel abzuschließen drückt man die Return -Taste oder klickt auf das grüne Häkchen.
Um die Formel­eingabe folgenlos abzubrechen, drückt man die Esc -Taste oder klickt auf das rote Kreuzchen.

Tipp: Wenn Sie die Formel­eingabe durch Klick in eine andere Zelle beenden, führt das manch­mal zum Erfolg und manch­mal zu seltsamen Überraschungen. Deshalb würde ich mir diese Methode gar nicht erst angewöhnen.

Screenshot
Formel in der Rechenleiste
und Ergebnis der Formel in C1

Nachdem die Bearbeitung der Funk­tion ab­geschlossen ist, wird in der Zelle das Ergebnis der Funk­tion angezeigt. Die Funk­tion selbst erscheint in der Rechen- bzw. Funk­tions­leiste, wenn die Zelle markiert ist. (⇒ Eingabe von Formeln .)

Tipp: Sollte Sie die Anzeige in der Zelle über­raschen, versuchen Sie es einmal in den Kapiteln Fehler­meldungen in Zellen oder Zahlenformate

    3.3 Text bzw. Zeichenketten    

Screenshot
Übung Währungsrechner erstellen

Texte sind das, was übrig bleibt. Es handelt sich um Zeichenketten (Strings), die weder als Zahlen noch als Funk­tionen erkannt wurden.

Will man Zahlen als Text eingeben, stellt man ein Hochkomma voran (z.B. die Vorwahl '07621). Das ist sinnvoll, weil bei Zahlen die führenden Nullen wegfallen. Das Hochkomma gehört nicht zum Text und wird weder angezeigt noch in Funk­tionen verarbeitet.

In Funk­tionen kennzeichnet man Text, indem man ihn in Anführungszeichen setzt (⇒ Funk­tionen ). Sie können mit dem kauf­männischen Und "&" (amerikanisch: Ampersand) verknüpft werden.

Übung " Währungsrechner"

Erstellen Sie ein Tabellen­blatt zur Umrechnung von Schweizer Franken in Euro nach Muster, vorläufig ohne Formatierung:

Aufgabenbeschreibung mit Lösung: PDF , OpenOffice2 , Excel97 .

    4 Zellenformate    

Formatieren bedeutet, die Erscheinungsform einer Zelle oder des Zell­inhaltes zu ver­ändern. Dazu gehören

Tipp: Formate können auch vom Zell­inhalt abhängig gemacht werden (⇒ bedingte Formate ). Mit bedingten Formaten kann eine Zelle auto­matisch einen roten Hintergrund erhalten, wenn ein Termin fällig oder ein Konto überzogen ist.

Tipp: es gehört zu einem guten Programmierstil, Inhalt und Form einer Zelle zu trennen. Dazu ist eine weiche Formatierung geeignet. (⇒ Formatvorlagen )

Unterrichtshinweis: Ich gehe auf die äußer­lichen Formate der Zelle im Unterricht nur ganz kurz ein, weil die Schüler dies im Rahmen des Spieltriebes meist schnell selbst lernen, wenn auch nur die unprofessionelle harte Formatierung.

    4.1 Zellen aktivieren    

Bevor Zellen formatiert oder sonstwie be­ar­bei­tet werden können, müssen sie aktiviert werden.

Screenshot
Aktivieren der Zelle B2

Einzelne Zellen aktiviert man durch einen Klick in die Zelle.
Die Adresse der Zelle wird im Adressfeld angezeigt, außerdem werden die Spalten- und Zeilen­köpfe der Zellen hervor­gehoben.

Screenshot
Aktivieren der Spalte B

Ganze Spalten oder ganze Zeilen aktiviert man, indem man mit gedrückter linker Maus­taste über die Spalten- oder Zeilen­köpfe fährt.
Der Adress­bereich der Zellen wird im Adressfeld angezeigt, außerdem werden die Spalten- oder Zeilen­köpfe der Zellen hervor­gehoben.

Screenshot
Aktivieren des Zell­bereiches B1:C2

Rechteckig zusammen­hängende Zell­bereiche aktiviert man, indem man mit gedrückter linker Maus­taste über den Zell­bereich fährt.
Beachten Sie im Adressfeld, wie recht­eckig zusammen­hängende Zell­bereiche adressiert werden, hier lautet die Adresse B1:C2 Außerdem werden die Spalten- und Zeilen­köpfe der Zellen hervor­gehoben.

Screenshot
Aktivieren von
nicht zusammen­hängenden
Zellen A1:B1 B3:C3

Nicht zusammen­hängende Zellen aktiviert man, indem man beim Anklicken der zweiten und der weiteren Zellen die Strg-Taste gedrückt hält.
Im Adressfeld wird nur die Adresse der jeweils zuletzt aktivierten Zelle angezeigt, Spalten- und Zeilen­köpfe werden nicht hervor­gehoben.

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Zelle markieren Zelle Anklicken
ganze Spalten / Zeilen markieren Spalten- / Zeilen­kopf anklicken
recht­eckige Bereiche markieren Eine Zelle anklicken und dann über die anderen Zellen fahren, ohne die Maus­taste loszulassen
mehrere Bereiche markieren Den 1. Bereich markieren, bei den folgenden Bereichen die [Strg] - Taste gedrückt halten. Bei älteren StarCalc-Versionen funktioniert dies nur, wenn der 1. Bereich mehr als eine Zelle umfasst.

    4.2 Zellengröße, Zeilen und Spalten    

Animation
Animation: Breite mehrerer Spalten
einheitlich mit der Maus einstellen

Die Breite der Spalten und die Höhe der Zellen können festgelegt werden, indem man die Grenzen zwi­schen den Spalten- bzw. Zeilen­köpfen verschiebt.

  • Aktivieren Sie eine oder mehrere Spalten, indem Sie mit gedrückter linker Maus­taste über die Spaltenköpfe fahren.
  • Packen Sie dann die Grenze zwi­schen 2 Spalten, indem Sie die linke Maus­taste drücken. Achten Sie darauf, dass der Mauszeiger die Form eines Kreuzes annimmt.
  • Verschieben Sie die Grenze, und ver­ändern Sie so die Breite einer Spalte. Wenn Sie die Maus loslassen, über­nehmen die anderen aktivierten Spalten die eingestellte Breite.

Mit der Zeilen­höhe funktioniert es genauso.

Screenshot
Zeilen­höhe per Kon­textmenu einstellen

Die Breite der Spalten und die Höhe der Zellen kann auch in den Menus festgelegt werden.

  • Aktivieren Sie eine oder mehrere Zeilen, indem Sie mit gedrückter linker Maus­taste über die Zeilen­köpfe fahren.
  • Drücken Sie dann die rechte Maus­taste, solange sich der Mauszeiger noch über den Zeilen­köpfen befindet.
  • Wählen Sie "Zeilen­höhe", um die Zeilen­höhe im cm angeben wollen, oder "optimale Zeilen­höhe", wenn sich die Zeilen auto­matisch an die Schrift anpassen sollen.

Mit der Spaltenbreite funktioniert es natürlich genauso.

Screenshot
Ausgeblendete Zeilen wieder einblenden

Mit dem gleichen Kon­textmenu kann man Zeilen auch löschen, hinzufügen und aus- und einblenden.

Nach dem Ausblenden sind die Zeilen zwar noch vorhanden, werden aber nicht mehr angezeigt. Man erkennt es an der nicht fort­laufenden Nummerierung der Zeilen (siehe Bild, die Zeilen 9.. 11 sind ausgeblendet, die Zeilen acht.. 12 sind aktiviert).
Ausblenden ist sinnvoll, wenn man Neben­rechnungen verstecken will.
Ausgeblendete Bereiche werden wieder sichtbar gemacht, indem man die Zeilen darüber und darunter markiert und "Einblenden" im Kon­textmenu wählt. (siehe Bild).

Mit der Spalten funktioniert es das natürlich auch.

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Spaltenbreite / Zellenhöhe ver­ändern Spalten bzw. Zeilen markieren
Format - Spalten / Zeilen oder Kon­textmenü

Hinweis: Zellen einer Spalte haben immer dieselbe Breite und liegen genau übereinander, bei Zeilen ist es ähnlich.
Wenn man Formulare mit Feldern erstellen möchte, die scheinbar keinen Zusammen­hang zueinander haben, muss man ein kleines Spaltenraster wählen und Zellen zusammenfassen (⇒ Formulare ).

    4.3 Zellen zusammenfassen    

Screenshot
verbundene Zellen

Mehrere Zellen können zusammengefasst werden. So kann eine zentrierte Überschrift über mehreren Spalten erreichen oder Formulare aufbauen, bei denen die Matrix des Tabellen­blattes nicht erkennbar ist. Die zusammengefassten Zellen müssen in einem recht­eckigen Bereich liegen, sie erhalten die Adresse der Zelle oben links.

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Zellen zusammen Format - Zellen verbinden Format - Zellen - Aus­rich­tung - Zellen verbinden

Hinweis: Zusammengefasste Zellen machen immer wieder Schwierigkeiten, wenn das Tabellen­blatt be­ar­bei­tet wird. Zellen sollte man deshalb so spät wie möglich zusammenfassen.

Hinweis II: Zusammengefasste Zellen sind eine Möglich­keit, Formulare zu erstellen, deren untereinander liegenden Formularfelder nicht dieselbe Größe haben sollen (⇒ Formulare ).

    4.4 Formate der Zelle    

Screenshot
Formate der Zellen

Für jede Zelle können Hintergrundfarben, Rahmen, Rahmenfarben usw. festgelegt werden.

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Zellen formatieren Format - Zelle - Umrandung
Format - Zelle - Hintergrund

    4.5 Schriftformate    

Screenshot
Verschieden formatierte Schriften

Schriften können auf verschiedene Arten formatiert werden. Die Möglich­keiten sind zwar nicht so umfangreich wie in einer Text­verarbeitung, aber immerhin kann man inzwi­schen innerhalb einer Zelle mehrere Schriftformate verwenden, und zB. lateinische und griechische Buchstaben mischen.
Die tiefer gestellten Indexe im Bild sind mit verschiedenen Schriftgrößen vorgetäuscht.

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Schrift Format - Zellen - Schrift
Format - Zellen - Schrifteffekt
Format - Zellen - Aus­rich­tung
Screenshot
Übung Währungsrechner formatieren

Tipp: es ist immer eine gute Idee, ein Blatt erst dann äußer­lich in Form(at) zu bringen, wenn alles funktioniert und ausgetestet ist. Ein Blatt zwi­schendurch schön zu machen, um die Formatierung bei der nächsten Änderung wieder zu löschen, kostet einfach nur unnötige Zeit.

Tipp II: Markieren Sie ihre Blätter so, dass Sie auch in 2 Jahren noch auf Anhieb wissen, wo Sie etwas eingeben können oder müssen.

Tipp III: Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass mühsam erstellte Formeln nicht ver­sehent­lich überschrieben werden können, müssen Sie die betreffenden Zellen schützen (⇒ Zellschutz ).

Übung " Währungsrechner "

Formatieren Sie den Währungsrechner nach der Muster­lösung.

Die Muster­lösungen PDF , OpenOffice2 , Excel97 sind dieselben wie oben.

    4.6 Zahlenformate    

4.6.1 Zahlenformate zuweisen

Screenshot
Die Zahl 187,25 in verschiedenen Formaten

Zahlenformate ver­ändern die äußere Dar­stellung einer Zahl, aber nicht ihren Wert. Intern bleiben die Zahlen unver­ändert, d.h. eine Tabellen­kalkulation rechnet immer mit allen vorhandenen Komma­stellen, auch wenn sie nicht sichtbar sind.

Das Aussehen der Zahl ändert sich manch­mal so drastisch, dass die Zahl nicht wieder­zu­erkennen ist. Für Anfänger ist dies eine häufige Quelle von Über­raschungen. Sollte Ihnen eine solche Überraschung widerfahren, ent­fernen Sie das Zahlenformat (s.u.) oder suchen Sie die Ursache bei den Fehler­meldungen .

Aktivieren Sie die Zellen , und wählen Sie das Format:

Übung " Zahlenformate "

Formatieren Sie die Zahl 187,25 wie im Bild dargestellt.
Lösungs­hinweise mit Muster­lösung: PDF, LibreOffice, Excel97.

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Zahlenformat zuweisen Format - Zelle - Zahlen
Zahlenformat ent­fernen Format - Zelle - Zahlen - Alle - Standard Format - Zellen - Zahlen - Löschen

4.6.2 Automatische Zahlenformatierungen

Manche Formatierungen werden auto­matisch erzeugt, wenn die Zahl geeignet (oder un­geeignet, wenn es dumm läuft) eingegeben wird. Dies betrifft vor allem Datum, Zeit und Prozent. Vor der Eingabe muss man die betroffenen Zellen aktvieren .

Eingabe Dar­stellung Format
30-4-2001
30-4-01
30.04.01 Datum (intern 37011)
16:0 16:00 Zeit (intern 0,6666667)
15% 15% Prozent (intern 0,15)

Wenn man eine Zahl normal eingibt, und sie trotzdem als Datum oder Uhrzeit dargestellt wird, kann es zwei Ursachen geben.

  • Die Zelle war vorher schon als Datum (Uhrzeit) formatiert, z.B. weil dort früher mal ein Datum stand.
  • Der Zell­inhalt wird aus einem Datum (Uhrzeit) be­rech­net.

In beiden Fällen können Sie die Formatierung ent­fernen, wie es im obigen Kapitel beschrieben ist.

4.6.3 Datum und Zeit

Screenshot
Nee, das ist nicht mein Geburtstag

Tabellen­kalkulationen speichern ein Datum nicht mit Tag, Monat und Jahr, sondern zählen die Anzahl der Tage ab dem 01.01.1900. Vor dem Komma werden die Tage gezählt, nach dem Komma auch - und zwar als Bruchteile eines Tages, dort sind also die Stunden versteckt.

Deshalb ist 187,25 als Datum der 05.07.1900 um 6:00 Uhr früh
Die Uhrzeit errechnet man aus 0,25 mal 24 Stunden. Wenn man mit Stunden weiter rechnen möchte, z.B. um ein Gehalt zu be­rech­nen, muss man sie unter Umständen mit 24 multiplizieren.

Zum Eingeben von Datum und Zeit muss man nicht selbst rechnen, das kann die Tabellen­kalkulation besser. Geben Sie ein Datum mit 2 Minuszeichen ein, z.B. "31-4-2001" (⇒ Automatische Zahlenformatierung )-

Übung "Alter in Tagen und Stunden be­rech­nen"

Berechnen Sie Ihr Alter in Tagen, Minuten und Se­kunden.
Lösungs­hinweise mit Muster­lösung: PDF , LibreOffice , Excel97 .

4.6.4 Fehler­meldungen

(⇒ Fehler­meldungen )

    4.7 Format übertragen    

Animation
Animation: Übertragen einer
Formatierung mit Hilfe des Pinsels

Harte Formate kann man mit Hilfe des Pinsels von einer Musterzelle auf andere Zellen zu übertragen (OpenOffice erst ab Version 2.0).

  • Musterzelle anklicken (Text 1)
  • Pinselsymbol anklicken
  • Neue Zelle anklicken (Text 2)

Für größere Projekte sollte man mit weichen Formatierungen arbeiten (⇒ Formatvorlagen ).

    4.8 Zellschutz    

Zellschutz verhindert, dass der Inhalt von Zellen ver­sehent­lich oder absicht­lich geändert oder auch nur eingesehen werden kann. Dazu kann ein Passwort vergeben werden. Es sind zwei Schritte notwendig:

Übersicht über die Funk­tionen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Zelle sperren / entsperren Format - Zelle - Zellschutz - Gesperrt Format - Zellen - Schutz - Gesperrt
Zellschutz aktivieren / deaktivieren mit Passwort Extras - Dokumentschutz - Tabelle / Dokument Extras - Schutz - Blatt / Arbeits­mappe
  • Die Zellen, die geschützt werden sollen, müssen gesperrt formatiert werden
  • Der Zellschutz für das ganze Tabellen­blatt muss aktiviert werden, dabei kann ein Passwort vergeben werden

Übungen

Screenshot
Übung Zeiterfassung

Tipp I: Planen Sie einen ausreichend großen Eingabe­bereich, und markieren Sie ihn, damit Sie ihn wieder finden. Legen Sie alle Formeln so aus, dass Sie für den ganzen Eingabe­bereich gelten.
Wie man einen Bereich nachträglich erweitert, finden Sie bei Tabelle erweitern .

Tipp II: Auf Papier sind wir es gewohnt, dass die Ergebnisse einer Rechnung ganz unten stehen. Das hat sich entwickelt, weil man so leichter addieren kann, und ist kein Problem, weil Papierseiten meist klein und übersicht­lich ist, seitdem Papyrusrollen nicht mehr üblich sind.
Bei Tabellen­kalkulationen ist dies anders. Die Blätter können sehr lang sein, und addieren muss man auch nicht mehr selbst. Deshalb sollten in Tabellen­kalkulationen die Ergebnisse immer oben auf dem Blatt stehen, damit man sie auf dem eingeschränkten Ausschnitt des Bildschirmes gleich finden kann.

Übung " Zeiterfassung "

Erstellen Sie eine Liste zur Zeiterfassung, z.B. um wech­selnde Arbeits­zeiten aufzuschreiben und zu be­rech­nen.
Eingabewerte: Datum, Anfangszeit und Endezeit für jeden Einsatz (grüne Felder)
Zwischenrechnung: Dauer (weißer Felder)
Ausgabewerte: Zeitraum (erstes und letztes Datum) und Gesamtanzahl aller gearbeiteten Stunden (braune Felder).

Lösungs­hinweise mit Muster­lösung: PDF , LibreOffice , Excel97 .

    5 Kopier­techniken    

Die Stärke von Tabellen­kalkulationen liegt nicht bei kleinen Währungsrechnern, sondern bei serienweisen Be­rech­nungen, Tabellen mit wech­selnden Eingangsdaten, iterativen Be­rech­nungen usw. Um diese Stärken aus­nutzen zu können, sollte man bei der Anlage von Tabellenblättern etwas vorausplanen (⇒ Umfangreiche Tabellen anlegen ):

  • Eingangsdaten als Variable eingeben, damit sie geändert werden können ohne in Formeln einzugreifen.
  • Blätter in Tabellenform, d.h. als als recht­eckige Matrix anlegen, damit die Formeln kopiert werden können und nicht einzeln manuell eingeben werden müssen.
  • Auf relative und absolute Adressierung achten, um die Variablen sinnvoll kopieren zu können.
Übung Artikelliste

Legen Sie eine Liste be­lie­biger Artikel mit einem Netto­preis an. Der Brutto­preis mit Mehrwert­steuer soll von der Tabellen­kalkulation be­rech­net werden. (⇒ Muster­lösung )

Die empfohlene Vor­gehens­weise wird am Beispiel "Artikelliste" erläutert.
Mit ihr kann man genau­so­gut 40000 statt 4 Artikel be­ar­bei­ten - abgesehen vom Eintippen der Artikel und Netto­preise:-)

    5.1 Kopieren mit und ohne Listen    

Nummerieren Sie die Artikelliste.

Animation
Animation: Nummerieren durch Kopieren

Eine Methode zur Nummerierung ist das Kopieren einer Liste. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  • Geben Sie die ersten Zahlen der Nummerierung in die entsprechenden Zellen ein. Hier sind es die Zahlen 1 und 2 in den Zellen A4 und A5.
  • Aktivieren Sie die Zellen A4 und A5, indem Sie mit gedrückter linker Maus­taste darüber fahren.
  • Lassen Sie danach die Maus­taste wieder los.
  • Fahren Sie jetzt mit der Maus über das rechte untere Eck des markierten Bereiches. Sobald der Mauszeiger wie ein Kreuz aussieht, können Sie die Ecke packen und mit gedrückter linker Maus­taste nach unten ziehen.
  • Die Tabellen­kalkulation versucht, den Rythmus der vorgegebenen Zahlen zu erkennen und fort­zusetzen. Manchmal ist es nötig, mehr als zwei Zahlen vorzugeben.
  • Wenn man keine Fort­setzung der Liste möchte, sondern wirklich nur kopieren, dann genügt es, die Strg-Taste zu drücken, während man die Zelle kopiert.

Tipp: Mit diesem Verfahren kann man auch andere Listen erzeugen, z.B.

  • 1; 3 --> 1; 3; 5; 7; 9;.. (ungerade Zahlen)
  • Mo; Di --> Mo; Di; Mi; Do; Fr; Sa; So (Wochentage)
  • Probieren Sie aus, was Ihre Tabellen­kalkulation kann !

    5.2 Kopieren mit relativen Adressen    

Geben Sie in die Zelle D4 die Formel zur Be­rech­nung des Brutto­preises ein, und kopieren Sie die Formel genauso wie oben.

Animation
Animation: Formel eingeben und kopieren
(Die MwSt ist leider zu niedrig angegeben)
  • Zelle D4 aktivieren
  • Formel mit einem Gleichheitszeichen beginnen. Die Rechenleiste ver­ändert sich.
  • In die Zelle C4 klicken oder "C4" eintippen, um die Zelle C4 als Variable in die Formel einzufügen. Die Formel rechnet nun mit dem Inhalt der Zelle C4.
  • Formel vervollständigen: D4: =C4*1,19
  • Formel mit dem grünen Häkchen oder der Return-Taste abschließen
  • Rechte untere Ecke der Zelle packen, sobald der Mauszeiger wie ein Kreuz aussieht, und nach unten ziehen

In der Zelle D4 wird das Ergebnis der Be­rech­nung angezeigt. Da die Zelle aktiviert ist, wird die Formel in der Rechenleiste angezeigt.

Screenshot
Screenshot: Formel mit relativer Adressierung

Wenn man die neue Formel in D6 prüft, stellt man fest, dass dort nicht die ursprüngliche Formel D4: =C4*1,19 steht, sondern die Formel beim Kopieren angepasst wurde in D6: =C6*1,19.

Begründung: Die Angabe C4 in der Formel D4: =C4*1,19 ist eine relative Adresse .
Anders formuliert, speichert das Programm die Adresse nicht absolut: "Hole den Inhalt aus der Zelle C4", sondern relativ: "Hole den Inhalt aus der Zelle links neben dir". Die zweite Formulierung wird beim Kopieren beibehalten, deshalb holt jede Formel in den Zellen D5, D6 und D7 die Variable aus den Zellen jeweils links daneben. Das nennt man relativ.

So wird es möglich, dass dieselbe Formel mit immer neuen Variablen rechnet. Die Formel muss nur einmal eingegeben werden und kann durch Kopieren vervielfältigt werden.

    5.3 externe Variable    

Die nächste Erhöhung der Mehrwert­steuer kommt bestimmt! Zu allem Ärger müsste dann auch noch die Formel in den Zellen D4 bis D7 der Artikelliste geändert werden. Das ist sehr umständlich, deshalb legt man den Mehrwert­steuersatz besser als externe Variable an, hier in der Zelle D2.

Screenshot
Mehrwert­steuer als externe Variable
in der Zelle D1, aber noch falsch adressiert.

Zahlen, die man unter Umständen ändern muss, sollte man nicht direkt in Formeln schreiben, sondern als externe Variable in einer Zelle ablegen. Die Formel kann sich die Variable aus der Zelle holen, deren Inhalt leicht zu ändern ist ohne Gefahr für die Formel.

Dabei gibt es ein Problem: Wenn man hier die relative Adresse D1 für den Mehrwert­steuersatz verwendet und die Formel D4: = C4*(1+D1) kopiert, ändert sich die ursprüngliche Adresse D1 in den kopierten Formeln und zeigt nicht mehr auf den Mehrwert­steuersatz.
Im Bild steht in der Zelle D6 die Formel D6: = C6*(1+D3) ohne Bezug zum Mehrwert­steuersatz im Feld D1. Diese Formel rechnet Unsinn!

Aus diesen Gründen darf hier die Mehrwert­steuer keine relative Adresse erhalten, sondern es muss eine absolute Adresse sein. Sie wird mit Dollar-Zeichen geschrieben und lautet $D$1.

    5.4 Kopieren mit absoluter Adresse    

Adressieren Sie die externe Variable absolut mit $-Zeichen in der Adresse, und kopieren Sie die Formel.

Screenshot
Mehrwert­steuer als externe Variable
in D1 mit absoluter Adressierung $D$1

Absolute Adressen ver­ändern sich beim Kopieren nicht. Man erzeugt sie durch ein $-Zeichen (Dollar) vor dem Buchstaben (Spalte wird festgenagelt) oder vor der Zahl (Zeile wird festgenagelt) oder beiden (Adresse ist komplett festgenagelt).

Die neue Formel in D4 lautet jetzt also: D4: = C4 * (1 + $D$1)

Im Bild kann man in Zelle D6 erkennen, dass die absolute Adresse $D$1 beim Kopieren beibehalten wurde und die Mehrwert­steuer an der korrekten Stelle sucht. Die absolute Adresse $D$1 verweist in jeder kopierten Zelle auf $D$1 und damit auf eine feststehende externe Variable.

Für externe Variable sollten also absolute Adressen gewählt werden, für Laufvariable sind in der Regel relative Adressen günstiger, im Einzelfall auch kombinierte Adressen (siehe folgendes Kapitel).

Tipp: Man muss die $-Zeichen für die absolute Adressen nicht eintippen. Es genügt, in der Rechenleiste die Adresse, z.B. C4, zu markieren und dann mehrmals den Shortcut Umschalt-F4 (OpenOffice) bzw. nur F4 (Excel) zu drücken.

Übung

Screenshot
Preisliste mit 2 Währungen
Übung " Preisliste "

Erstellen Sie für ein Straßenfest eine Preisliste. Geben Sie die Preise in 2 Währungen (€, sfr) an, der Wechselkurs soll leicht ver­änderbar sein.
Eingabewerte: Artikel, €-Preise und Wechselkurs.
Ausgabewerte: Preise in Schweizer Franken.

Lösungs­hinweise und Muster­lösung: PDF , OpenOffice2 , Excel97 . Die Muster­lösungen ent­halten auch die Lösungen zur Artikelliste.
Hinweis: Ich habe es bisher nicht geschafft, die Grafik aus der Tabellen­kalkulation in die PDF-Datei zu retten.

    5.5 kombinierte relative und absolute Adressierungen    

Screenshot
Würfel­summen bei einem Wurf mit 2 Würfeln

Es kann auch nötig sein, innerhalb einer Variablenadresse relative und absolute Adressierung zu mischen, d.h. die Zeile absolut und die Spalte relativ zu adressieren oder umgekehrt.

Im Bild werden die Summen zweier verschiedenfarbiger Würfel in allen möglichen Kombinationen gebildet. Hervorgehoben ist die Zelle C5 mit der Formel =C$4 + $B5.
Für den blauen Würfel oben muss die Adressierung C$4 lauten, damit die absolute Zeilen­adresse $4 beim Kopieren nach unten auf der Zeile 4 stehen bleibt, während die relative Spaltenadresse C beim Kopieren nach rechts mitwandern kann. Für den roten Würfel links in $B5 ist es umgekehrt.

Tipp: Man muss die $-Zeichen für die absolute Adressen nicht eintippen. Es genügt, in der Rechenleiste die Adresse, z.B. C4, zu markieren und dann mehrmals den Shortcut Umschalt-F4 (OpenOffice) bzw. nur F4 (Excel) zu drücken.

Übung " Würfel­summe "

Wenn man die Wahr­schein­lichkeit be­rech­nen will, 5 Punkte mit zwei Würfeln zu werfen, muss man die Anzahl der Möglich­keiten, 5 Punkte mit 2 Würfeln zu erreichen, durch die Anzahl aller Möglich­keiten teilen. Das Ergebnis ist also 4/36 = 1/9.
Um alle Möglich­keiten von 2 Würfeln darzustellen, bietet sich die Dar­stellung in einer Matrix 6x6 an.

Erstellen Sie diese Matrix nach dem Muster. Damit Sie die Formel in C5 kopieren können, müssen Sie absolute und relative Adressierungen mischen.
Die Lösung finden Sie im Blatt " Großes 1x1 " (siehe unten).

Übungen

Screenshot
Das große Einmaleins kann
in 60 Se­kunden erstellt werden.

Die Übung "Großes 1x1" ist eine bloße Wiederholung der Übung "Würfel­summe".

Übung " Großes 1x1 "

Erstellen Sie eine Matrix mit dem großen Einmaleins bis 20

Muster­lösung: PDF ), LibreOffice , Excel97 .
Die Muster­lösungen ent­halten auch die Lösungen zur Würfel­summe.

Screenshot
Überschlagen Sie eine Finanzierung
Diese Übung ist das Kernstück meines Kurses

Die Übung "Tilgungsplan" ist das Kernstück dieses Kurses. Begründung:

  • Die wesentlichen Teile der Übung, einfache Formeln und Kopier­techniken, sind beim aktuellen Stand des Kurses reine Wiederholung.
  • Mit zwei einfachen Formeln und geschicktem Kopieren wird das Tabellen­blatt zu einem prak­tischen Werkzeug. Im Prinzip kann man schon nach 10 Minuten herumprobieren, wie viel und wie lange man für ein Auto oder ein Haus zahlen muss, was eine Finanzierung kostet usw. Meines Erachtens ist das nicht schädlich für junge Menschen voller Konsum­gelüste.
  • Das geschickte Kopieren basiert auf einer geeigneten Anordnung des Blattes und auf relativer und absoluter Adressierung. Diese müssen Sie verstanden haben, sonst zurück, marsch, marsch .
  • Die mystische Zinseszinsbe­rech­nung wird auf einfache Formeln, die fast alle Schüler verstehen, und häufige Wiederholung reduziert. Dies ist ein Beispiel für numerische statt analytischer Lösungs­methoden.
    Vielleicht werden damit einige junge Menschen für die Mathematik und die Ingenieurwissenschaften gewonnen.
  • WeitereElemente der Übung "Tilgungsplan" wie Laufzeit, grafische Dar­stellung usw. sind Kosmetik, dienen nur dem Komfort und sind nicht unbedingt für die Funk­tion des Blattes erforderlich. Sie bieten aber die Überleitung für eben dieseElemente.
Übung " Tilgungsplan "

Erstellen Sie einen Tilgungsplan, mit dem Sie überschlagen können, wie lange Sie an Ihren Schulden zu knabbern haben, wenn Sie die Finger nicht davon lassen können.

Arbeits­blatt: PDF mit aus­führ­licher, aber älterer Arbeits­anleitung
Muster­lösung: PDF , OpenOffice3 (LibreOffice stellt die Kommentare scheußlich dar, aber sonst funktioniert es) , Excel97 .

Screenshot
Sammel­bestellung

Wichtiger Hinweis: Auch Tabellen­kalkulationen können sich verrechnen !

Im Tabellen­blatt Sammel­bestellung wird die Funk­tion =GANZZAHL() verwendet, um Komma­stellen abzuschneiden. Dies ist bei der Ermittlung des Wechsel­geld­bedarfes notwendig, weil nur ganze Scheine ausgegeben werden sollen:-)
Die Funk­tion =GANZZAHL() kann zu Fehlern führen. Warum das so ist, und wie Sie das Problem lösen, finden Sie in der Arbeits­anweisung zur Sammel­bestellung und im Kapitel numerische Fehler .

Tipp: Natürlich ist das Eingabefeld der Sammel­bestellung viel zu klein. Wie Sie es erweitern können, finden Sie im Kapitel Tabellen erweitern .

Übung " Sammel­bestellung "

Erstellen Sie ein Tabellen­blatt, mit dem eine Sammel­bestellung erfasst und abgerechnet werden kann. Außerdem soll der Wechsel­geld­bedarf mit der nötigen Anzahl von Scheinen und Münzen ermittelt werden.

Arbeits­blatt: PDF (16kB) mit aus­führ­licher Arbeits­anleitung
Muster­lösung: PDF , LibreOffice , Excel97 .

    6 Arbeiten mit Funk­tionen    

Mit Funk­tionen kann man alle erdenklichen Be­rech­nungen durchführen und auch Texte manipulieren.

Sie können übrigens alle Funk­tionen, die hier als Beispiel aufgeführt sind, aus der Webseite kopieren, in eine Zelle einer Tabellen­kalkulation einfügen und das Ergebnis prüfen.

    6.1 Aufbau von Funk­tionen    

Alle Funk­tionen in Tabellen­kalkulationen beginnen mit einem Gleichheitszeichen, dann folgt die Bezeichnung der Funk­tion (außer bei einfachen Grundrechenarten) und zuletzt die Liste der Argumente in Klammern.

  • =WURZEL(17)
    be­rech­net die Quadratwurzel aus der Zahl 17

Bei einfachen Grundrechenarten kann die Angabe der Funk­tion entfallen, muss aber nicht.

  • =2*3
  • =PRODUKT(2;3)
    be­rech­nen beide das Produkt der Zahlen 2 und 3 mit dem Ergebnis 6

Auch bei Funk­tionen ohne Argumente folgen (leere) Klammern:

  • =PI()
    π= 3,1415..
  • =JETZT()
    gibt die aktuelle Uhrzeit an
  • =HEUTE()

Argumente können relative oder absolute oder gemischte Adressen sein.

  • =SIN(C5)
  • =TAN(C$5)
  • =ARCCOS($C$5)
    be­rech­nen die angegebene Winkelfunktionen für den Wert aus der adressierten Zelle C5

Winkelfunktionen und ihre Umkehrfunktionen (trigonometrische und zyklometrische Funk­tionen) rechnen mit dem Bogenmaß RAD. Beim Bogenmaß steht 2 π für einen Vollkreis von 360°, bzw. π für einen halben Kreis von 180°.
Wenn man Winkelfunktionen mit Winkelgrad DEG (360°) rechnen möchte, muss man die Winkelgrade ins Bogenmaß umwandeln. Das geht mit der Funk­tion =RAD(Winkelgrad) oder altmodisch, indem man die Winkelgrad mit π multipliziert und durch 180° teilt.
Umgekehrt verwendet man die Funk­tion =DEG(Bogenmaß) oder rechnet altmodisch (siehe Beispiel rechts).

  • =SIN(RAD(30°))
    =SIN(30 * PI() / 180)
    be­rech­nen den Sinus des Winkels 30°, das Ergebnis ist 0,5.
  • =DEG(ARCTAN(0,5))
    =ARCTAN(0,5)*180/PI()
    be­rech­nen den Arcustangens von 0,5 und gibt das Ergebnis 26,56 in Winkelgrad aus. Die Einheit ° muss man sich dazu denken.

Wenn eine Funk­tion mehrere Argumente benötigt, werden diese durch Strichpunkte getrennt. Die Reihen­folge der Argumente ist fest vorgegeben, man kann sie in der Hilfefunktion nachschlagen. Wenn man Formel­assistenten zur Erstellung der Formel verwendet, wird die Reihen­folge auto­matisch eingehalten.

  • = WENN (A5>A6; A5; A6)
    prüft, welche der Zellen A5 und A6 den größeren Inhalt hat, und zeigt die größere Zelle an.
    • WENN: Das erste Argument A5>A6 stellt die Frage, ob der Zell­inhalt von A5 größer als der von A6 ist, und gibt ein eindeutiges Ergebnis: WAHR oder FALSCH bzw. in Zahlen 1 oder 0
    • DANN: Das zweite Argument A5 wird ausgeführt, wenn die Bedingung im ersten Argument WAHR ist, d.h. A5 größer als A6 ist. In diesem Fall wird der Zell­inhalt von A5 angezeigt.
    • SONST: Das dritte Argument A6 wird ausgeführt, wenn die Bedingung im ersten Argument nicht wahr (FALSCH) ist, d.h. A6 größer oder gleich A5 ist. In diesem Fall wird der Zell­inhalt von A6 angezeigt.

Manche Funk­tionen verwenden eine unbestimmte Anzahl von Argumenten. Da in solchen Fällen die Argumente gleichwertig sind, spielt ihre Reihen­folge keine Rolle.

  • =MAX(A5;A6)
    liefert dasselbe Ergebnis wie die =WENN()-Funk­tion im vorhergehenden Beispiel
  • =PRODUKT(2;3;C7;5;C12)
    be­rech­net das Produkt aus den Zahlen 2, 3 und 5 und den Zell­inhalten aus C7 und C12.

Als Argumente können auch ganze Bereiche angegeben werden. Diese recht­eckigen Bereiche werden mit zwei Zell­adressen und einem Doppelpunkt dazwi­schen be­zeich­net. Um diese Bereiche einzugeben genügt es, die Bereiche mit der Maus zu markieren.

  • =SUMME(D1:F3)
    be­rech­net die Summe aller Zellen, die im Rechteck zwi­schen D1 und F3 liegen.
  • =MITTELWERT(Tabelle2.D3:Tabelle5.D3)
    ermittelt den Mittelwert der Zellen D3 in den Tabellenblätter 2 bis 5 und gibt ihn aus.

    6.2 Operatoren    

Operatoren sind Sonderzeichen, die innerhalb von Formeln verwendet werden. Man unter­scheidet arithmetische Operatoren, Text­operatoren, Vergleichs­operatoren, Bezugs­operatoren und Boolesche Operatoren.

Arithmetische Operatoren

sind die üblichen Rechenzeichen + (plus), - (minus), * (mal), / (geteilt durch), ^ (hoch) und % (Prozent).
Das Hoch-Zeichen ^ erscheint am Bildschirm erst, wenn eine weitere Taste gedrückt wird:-)

  • = 2 + 3
    be­rech­net die Summe 2 plus 3 = 5
  • = -2 - 3
    be­rech­net die Differenz (-2) minus 3 = (-5)
  • = 2 * 3
    (Sternchen) be­rech­net das Produkt 2 mal 3 = 6
  • = 2 / 3
    be­rech­net die Division 2 geteilt durch 3 = 0,66..
  • = 2 ^ 3
    be­rech­net die Potenz 2 hoch 3 = 8
  • = 20%
    rechnet in Prozent um 20%= 0,20 (teilt durch 100)

Text­operatoren

dienen den Umgang mit Texten (Strings). Text­operatoren sind das kauf­männische UND & und die Anführungszeichen ".

  • &
    Das kauf­männische UND setzt Texte zusammen.
  • "
    Alles, was zwi­schen Anführungszeichen steht, wird als Text behandelt.
  • = "Name" & ", " & "Vorname"
    in Anführungszeichen " " gesetzte Zeichen werden als Text behandelt, das kauf­männische UND & reiht Texte aneinander.
    Das Ergebnis ist "Name, Vorname" (ohne Anführungszeichen).
 

Eine merkwürdige Ver­wen­dung des kauf­männischen UND & finden Sie im folgenden Beispiel. Beide Formeln produzieren in OOo2.3 dasselbe Ergebnis, aber eine Übertragung auf ähnliche Beispiele ist mir bisher nicht gelungen.

  • =WENN(D19&D20&D21=""; "wahr";"falsch")
  • =WENN(UND(D19="";D20="";D21=""); "wahr";"falsch")

Vergleichs­operatoren

sind die Zeichen = (gleich), > (größer als), >= (größer oder gleich), < (kleiner als), <= (kleiner oder gleich) und <>: (ungleich).

Sie vergleichen zwei Werte und geben das Ergebnis WAHR bzw. 1 oder das Ergebnis FALSCH bzw. 0. Vergleichs­operatoren werden oft in der Wenn-Funk­tion eingesetzt, aber auch in anderen Funk­tionen.

  • = A5 > 3
    Wenn der Inhalt der Zelle A5 größer als 3 ist, ist das Ergebnis des Vergleiches WAHR, ansonsten FALSCH.
    In diesem Beispiel ist der Vergleichs­operator das Zeichen >, aber sinngemäß funktioniert es auch mit jedem anderen Vergleichs­operatoren.
  • =WENN( A5 > 3; "A5 ist größer"; " A5 ist kleiner oder gleich" )
    Im 1. Argument steht der Vergleich, hier "Inhalt der Zelle A5 größer als 3".
    Wenn der Vergleich WAHR ist, wird das 2. Argument "A5 ist größer" ausgegeben.
    Wenn der Vergleich FALSCH ist, wird das 3. Argument "A5 ist kleiner oder gleich" ausgegeben.

Bezugs­operatoren

verwendet man, wenn für Argumente ganze Bereiche verwendet werden. Bezugs­operatoren sind der Doppelpunkt, der Strichpunkt (Semikolon) und das Leerzeichen.

  • Bereichs­operator:
    • = ANZAHL(C1: C1000)
      gibt die Anzahl aller Zahlen­werte im adressierten Bereich C1 bis C1000 aus. Zellen, die Text ent­halten oder leer sind, werden nicht gezählt.
    • = ANZAHL2(B3: C5)
      gibt die Anzahl aller belegten Zellen (Zahl oder Text) im adressierten Bereich aus
    • = PRODUKT(B2: C4)
      be­rech­net das Produkt aller Zellen im recht­eckigen Bereich B2 bis C4 =B2*B3*B4*C2*C3*C4
  • Vereinigungs­operator;
    • = SUMME(B2:C3; F4: G6)
      be­rech­net die Summe aller Werte in den beiden recht­eckigen Bereichen.
  • Schnittmengen­operator (Leerzeichen)
    • = SUMME(A1:C1 B1:D1)
      be­rech­net die Summe aus den Zell­inhalten, die sowohl in dem einen als auch dem anderen recht­eckigen Bereich liegen. Das sind in diesem Falle die Zellen B1 und C1.

Boolesche Operatoren

werden in Tabellen­kalkulation gar nicht durch Operatoren, sondern durch (logische) Funk­tionen realisiert.

  • =UND(3=2+1;5>2)
    liefert WAHR, wenn jedes Argumente WAHR sind, in diesem Fall ja. Es können auch mehr als zwei Argumente verwendet werden.
  • =ODER(4=2+1;5<2)
    liefert WAHR, wenn eines der Argumente WAHR ist, in diesem Fall nicht. Es können auch mehr als zwei Argumente verwendet werden.
  • =NICHT(5>2)
    liefert das Gegenteil des Ergebnisses, in diesem Fall FALSCH.
  • =WENN( A5 > 3; "A5 ist größer"; " A5 ist kleiner oder gleich" )
    Wenn der Vergleich im 1. Argument der Wenn-Funk­tion WAHR ergibt, wird das 2. Argument ausgeführt und "A5 ist größer" ausgegeben. Bei FALSCH wird das 3. Argument ausgeführt und "A5 ist kleiner oder gleich" ausgegeben.

    6.3 Eingabe von Formeln bzw. Funk­tionen    

Funk­tionen können auf zwei Arten eingeben werden:

  • entweder mit dem Formel­assistenten
  • oder in der Funk­tions­leiste (Rechenleiste)

6.3.1 Eingabe einer Formel durch Eintippen

Einfache Formeln tippt man am schnellsten über die Tastatur ein.

Animation
Animation: Formel eintippen
  • Zelle F1 aktivieren.
  • Formel über die Tastatur eintippen.
    F1: =summe(c1:e1)
    Die Formel kann man in der Funk­tions­leiste und in der Zelle be­ar­bei­ten, Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle.
  • Formel abschließen mit einem Klick auf das grüne Häkchen (oder durch Drücken der Return-Taste).
    Nach dem Klick auf das grüne Häkchen bleibt die Formel in der Funk­tions­leiste sichtbar, während in der Zelle F1 das Ergebnis der Be­rech­nung erscheint.

6.3.2 Erleichterung der Eingabe durch das Markieren von Bereichen

Adressen von einzelnen Zellen oder ganzen Zell­bereichen muss man nicht eintippen. Es genügt, in die Zelle zu klicken oder über den gewünschten Zell­bereich mit gedrückter linker Maus­taste zu fahren.

Animation
Animation: Formel
eintippen mit der
Bereichsmarkierung.
  • Zelle F1 aktivieren.
  • Formel bis zu geöffneten Klammer über die Tastatur eintippen.
    F1: =summe(
  • Mit gedrückter linker Maus­taste über die Zellen C1, D1 und E1 fahren.
    Die Adressen der überfahrenen Zellen werden in die Formel aufgenommen.
    F1: =summe(C1:E1
  • Die Klammer muss per Tastatur geschlossen werden.
    F1: =summe(C1:E1)
  • Durch das Drücken der Return-Taste springt der Mauszeiger in die nächste Zelle, deshalb ist die Formel nicht mehr in der Funk­tions­leiste zu sehen. In der Zelle F1 wird das Ergebnis der Be­rech­nung angezeigt.

Tipp: In der Animation springt der Mauszeiger in die Zelle unter C1. Die Richtung, in die der Mauszeiger springt, kann man einstellen. Dies ist prak­tisch, wenn man längere Datenkolonnen eintippen muss.

  • OpenOffice 2: Extras - Optionen - OpenOffice Calc - Allgemein - Eingabebestätigung setzt die Selektion nach....
  • MS Excel 97: Extras - Optionen - Bearbeiten - Markierung nach dem Drücken der Eingabetaste verschieben nach...

6.3.3 Eingabe einer Formel mit dem Funk­tions­assistenten

Übung "6 Richtige im Lotto"

Um die Wahr­schein­lichkeit für 6 Richtige im Lotto zu be­rech­nen, kann man die hyper­geometrische Funk­tion verwenden. Sie benötigt 4 Argumente. Im Falle Lotto sind dies:

  • N = 49 Kugeln in der Lostrommel
  • d = 6 Kugeln haben wir auf dem Tippzettel angekreuzt und wollen sie jetzt gezogen sehen.
  • n = 6 sind die Kugeln, die tatsächlich gezogen werden.
  • x = 6 Richtige interessieren uns im Moment. Wer die Wahr­schein­lichkeit für 5 Richtige wissen möchte, schreibt hier eine 5.

Da man selten auswendig weiß, welche Argumente in welcher Reihen­folge angegeben sein müssen, ist es zweckmäßig, den Formel­assistenten zu verwenden.

Komplizierte und selten benutzte Formeln gibt man besser mit dem Funk­tions-Assistenten ein. Dann muss man sich nicht merken, welche Argumente in welcher Reihen­folge angegeben sein müssen.

Animation
Animation: Hyper­geometrische Funk­tion mit Hilfe des Formel­assistenten eingeben.
Der Kehrwert 1/13 Mio wurde zusätzlich programmiert.
  • Klicken Sie die Zelle B5 an, in der die Formel stehen soll.
  • Öffnen Sie den Funk­tions-Assistenten durch Klick auf das Zeichen f(x).
  • Wählen Sie die hyper­geometrische Funk­tion =HYPGEOMVERT()
  • Wählen Sie "Weiter"
  • Klicken Sie im Funk­tions-Assistenten in das Eingabefeld x, damit die nächste Eingabe dorthin gelangt. Es erscheint ein Hilfe­text - wohl dem, der die manch­mal geheimnisvollen Texte versteht.
  • Klicken Sie an­schließend im Tabellen­blatt in die Zelle B4.
    Die Adresse B4 wird in die Funk­tion über­nommen. Die Übernahme kann man im Eingabefeld x, im Funk­tions­assistenten bei "Formel" und in der Rechenleiste beobachten.
  • Verfahren Sie genauso mit den anderen Argumenten. Natürlich können Sie die Zell­adressen oder Werte auch in den Eingabefeldern des Funk­tions­assistenten eingetippen.
  • Sobald genügend Werte eingegeben sind, erscheint das Ergebnis für die vor­lie­genden Zahlen im Funk­tions­assistenten.
  • Schließen Sie die Eingabe der Funk­tion mit OK ab.
    Als Ergebnis wird meist 0 angezeigt, aber das ist nur falsch gerundet. Das richtige Ergebnis lautet 1 zu 13'983'816 (Wahr­schein­lichkeit für 6 Richtige im Lotto). Formatieren Sie das Ergebnis so, dass Sie einen brauchbaren Zahlen­wert ablesen können, und überprüfen Sie den Zahlen­wert: Natürlich benötigt man keinen Taschenrechner, um den Kehrwert zu be­rech­nen, wenn man vor einer Tabellen­kalkulation sitzt:-).

Man könnte die Formel auch direkt in die Zelle B5 eintippen, sie muss lauten

  • =HYPGEOMVERT(6;6;6;49)

Weder in den Tabellen­kalkulationen noch in der Statistik gibt es einheitliche Bezeichnungen für die Argumente der hyper­geometrischen Verteilung. Deshalb folgt hier ein Überblick:

Wert Zahlen­wert beim Lotto Abkürzung in Excel 97 Abkürzung in OpenOffice / StarOffice Abkürzung in meinem Statistikkurs
Anzahl der gesuchten Erfolge 6 Erfolge_S X x
Stichprobenumfang = Anzahl der gezogenen Kugeln (ohne Zusatzzahl) 6 Umfang_S N_Stich n
Anzahl der "richtigen" Kugeln in der Trommel 6 Erfolge_G M d
Gesamtzahl der Kugeln in der Trommel 49 Umfang_G = N N_Gesamt N

    6.4 Korrigieren einer Formel    

Eine der größten Schwierigkeiten bei der Arbeit mit Tabellen­kalkulationen ist die Suche nach Fehlern in Formeln. Deshalb bieten die Tabellen­kalkulationen dazu einige Hilfe an. Wenn man eine Formel eingegeben hat und dann die Formel überprüfen will, macht man einen Doppelklick auf die Zelle, in der die Formel steht. Man hat jetzt folgende Möglich­keiten:

Screenshot
Formel überprüfen:
beachten Sie die farblich
hervor­gehobenen Zellen und Klammern.
  • Die Formel ist zweimal dargestellt, einmal in der Funk­tions­leiste / Rechenleiste, ein zweites Mal in der Zelle (hier B8).
  • Die Adressen in der unteren Formel und die adressierten Zellen sind farblich markiert, die Zellbezüge können so kontrolliert werden.

Man kann die Formel in der Funk­tions­leiste / Rechenleiste be­ar­bei­ten.

  • Hineinklicken
  • Bewegen mit Rechts- und Linkspfeil. Beachten Sie, wie zusammengehörigen Klammern kurz hervor­gehoben werden, wenn man darüber fährt.
  • Zellbezüge können Sie ändern, indem Sie die Adresse neu eintippen. Sie können auch eine falsche Adresse markieren und dann die richtige Adresse anklicken.
  • Die Adressierungsart (relativ oder absolut) ändern Sie ebenfalls, indem Sie die $-Zeichen eintippen / löschen oder indem Sie die falsche Adresse markieren und dann die Adressierungsart ändern (mit der F4-Taste bei Excel bzw. [Strg]-F4 bei StarOffice).
  • Sie können die komplette Formel in der Funk­tions­leiste eingeben und ändern. Das hat Vorteile, wenn man sich auskennt und es schnell gehen soll, oder wenn die Formeln stark verschachtelt sind.
  • Beenden Sie eine erfolgreiche Formel­eingabe, indem Sie das grüne Häkchen anklicken.
  • Brechen Sie eine Formel­eingabe ohne Ändern ab, indem Sie das rote Kreuz anklicken.

Man kann auch wieder den Formel­assistenten aufrufen, indem man "f(x)" anklickt.

Die Beschreibung ist so gehalten, dass sie für Excel 97 und StarCalc / OpenOffice gilt. Tatsächlich bieten StarCalc / OpenOffice weitere Möglich­keiten.

Fehler­meldungen finden Sie im Anhang.

Erweitern Sie die Übung "Lotto" zur Übung "Hyper­geometrische Verteilung", in dem auch die Wahr­schein­lichkeit für 0, 1,... 25 Richtige ermittelt werden. Verwenden Sie das oben stehende Bild als Muster.

Anweisungen und Lösungen finden Sie am Ende des Kapitels bei der Übung " Hyper­geometrische Verteilung

    6.5 Verschachteln von Formeln    

Im Bild der Übung "Hyper­geometrische Verteilung" (oben) steht in der Zelle B15 eine Fehler­meldung, weil dort versucht wird, die Wahr­schein­lichkeit für 7 Richtige im Lotto zu be­rech­nen. Man kann eben eine Wahr­schein­lichkeit für x Richtige nur dann be­rech­nen, wenn mindestens x Kugeln gezogen werden (n>=x) UND mindestens x richtige Kugeln in der Lostrommel waren (d>=x).

Die Fehler­meldungen stören nicht nur das Bild des Tabellen­blattes, sondern auch die weitere Verarbeitung der Ergebnisse (siehe Zelle C15 im Bild).

Deshalb soll in jeder Zelle zunächst geprüft werden, ob die Voraussetzungen für ein korrektes Ergebnis erfüllt sind, bevor die Wahr­schein­lichkeit be­rech­net wird. Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, soll in der Zelle nichts angezeigt werden.
Dazu sind die folgenden Schritte notwendig:

  • Feststellen, ob x größer als n ist.
  • Feststellen, ob x größer als d ist.
  • Verknüpfen der beiden Feststellungen durch ODER.
  • Prüfen, ob x größer als n ODER x größer als d ist.
    Wenn ja, wird nichts angezeigt.
    Wenn nein, wird das Ergebnis der hyper­geometrischen Funk­tion angezeigt.

Formeln können als Argumente nicht nur Zahlen und Zell­adressen ent­halten, sondern auch andere Formeln. Das nenne ich verschachtelte Formeln.

Verschachtelte Formeln kann man in der Rechenleiste eintippen oder in neueren Programmversionen mit dem Formel­assistenten erstellen. Aber sie können sehr groß und unübersicht­lich werden, und die Fehlersuche sehr schwierig. Deshalb empfehle ich, verschachtelte Formeln als Einzelformeln zu erstellen und zu testen, und sie erst dann zusammenzusetzen, wenn sie ausgetestet sind und funktionieren.

Diese Vor­gehens­weise zum Erstellen verschachtelter Formeln möchte ich hier zeigen.

Screenshot
Formeln verschachteln: 1. Schritt

Schritt 1: Formel in kleinen Schritten erstellen.

Schritt 1a: Feststellen, ob x größer als n ist.

  • Geben Sie in Zelle E8 eine Funk­tion für die Feststellung ein. Die Funk­tion lautet in Zelle E8: = A8>A5.
  • Geben Sie für n (Zelle A5) eine absolute Adresse mit $-Zeichen ein, damit die Funk­tion nach unten kopiert werden kann. Die Funk­tion lautet dann in Zelle E8: =A8>$A$5.
  • Die Funk­tion =A8>$A$5 und ihre Zell­adresse E8 können Sie in der Rechenleiste sehen.
  • Kopieren Sie die Zelle nach unten.
  • Prüfen Sie, ob die kopierten Zellen anzeigen, wann x zu groß ist. Sie tun es hier durch die Anzeige "WAHR".
  • Korrigieren Sie die Funk­tion, falls sie nicht die gewünschten Ergebnisse anzeigt.
Screenshot
Formeln verschachteln: 2. Schritt

Schritt 1b: Verknüpfen der beiden Feststellungen durch ODER.

  • Verfahren Sie ähnlich wie im ersten Schritt, diesmal in Spalte F. Die Funk­tion können Sie dem Bild entnehmen.
Screenshot
Formeln verschachteln: 3. Schritt

Schritt 1c: Verknüpfen der beiden Feststellungen durch ODER.

  • Verfahren Sie ähnlich wie im ersten Schritt, diesmal in Spalte G.
  • In allen Funk­tion stehen die Argumente in Klammern und werden durch Strichpunkte getrennt. In der ODER-Funk­tion spielt die Reihen­folge der Argumente keine Rolle, es können auch mehr als zwei sein.
Screenshot
Formeln verschachteln: 4. Schritt

Schritt 1d: Prüfen, ob x größer als n ODER x größer als d ist.
Wenn ja, wird nichts angezeigt.
Wenn nein, wird das Ergebnis der hyper­geometrischen Funk­tion angezeigt.

  • Verfahren Sie ähnlich wie im ersten Schritt, diesmal in Spalte H.
  • Auch in der WENN-Funk­tion stehen alle Argumente zwi­schen Klammern und werden durch Strichpunkte getrennt. Es gibt immer 3 Argumente:
  • Das erste Argument ist die Prüfung, deren Ergebnis WAHR (1) oder FALSCH (0) sein kann. In diesem Fall wird die Prüfung aus der Spalte G über­nommen.
  • Das zweite und mittlere Argument beschreibt, was geschehen soll, wenn die Prüfung WAHR ergibt. In diesem Fall wird das angezeigt, was zwi­schen den "Anführungszeichen" steht: nichts.
  • Das dritte und letzte Argument beschreibt, was geschehen soll, wenn die Prüfung FALSCH ergibt. In diesem Fall wird der Inhalt der Zelle aus Spalte B über­nommen.
Screenshot
Formeln verschachteln: 5. Schritt

Setzen Sie dies fort , bis alleElemente der Formel vorhanden sind.

Schritt 2: Prüfen der Funk­tionen.

  • Kopieren Sie alle Formeln nach unten.
  • Prüfen Sie die Ergebnisse und korrigieren Sie gegebenenfalls die Formel.
    Im Beispiel sieht man die endgültige Anzeige in Spalte H. Im Feld H15 wird wie gewünscht nichts mehr angezeigt.

Jetzt können Sie beginnen, die einzelnen Formeln in einer Zelle zusammenzusetzen.

Schritt 3: Zusammensetzen der einzelnen Formeln in eine Zelle.

Im Prinzip ist ganz einfach: Ersetzen Sie in den Formeln die Verweise auf andere Formeln durch die anderen Formeln selbst, bis nur noch eine Formel übrig ist. Wichtig ist, dass sich beim Ersetzen die relativen Adressen nicht ver­ändern dürfen. Deswegen sollen nicht Zellen, sondern nur der Formel­text in der Rechenleiste übertragen werden.

Animation
Formeln ineinander einsetzen.

Schritt 3a: E8 und F8 in G8 einsetzen.

  • Zelle E8 anklicken
  • Formel in der Rechenzeile ohne Gleichheitszeichen markieren und kopieren
  • Klick auf das rote Kreuz, um die Zelle ohne Änderung verlassen. Dadurch wird die Formel noch erhalten, falls etwas schief gehen sollte.
  • Zelle G8 anklicken
  • Adresse E8 markieren
  • Einfügen setzt die Formel aus E8 statt der Zell­adresse E8 ein.
  • Klick auf das grüne Häkchen, um die Änderung zu über­nehmen.
  • Wie oben: Formel aus F8 in die Formel in G8 einsetzen
  • E8 und F8 löschen, die Anzeige in G8 muss erhalten bleiben

Schritt 3b: B8 und G8 in H8 einsetzen.

=WENN(ODER(A8>$A$5;A8>$A$4);"";HYPGEOMVERT(A8;$A$5;$A$4;$A$3))

Schritt 4: Zelle verschieben.
Im Detail unter­scheidet sich das Verschieben in OpenOffice und Excel.

OpenOffice / StarOffice

Animation
Formeln verschieben
in OpenOffice / StarOffice
  • Mit gedrückter Maus­taste über die Zellen fahren, die verschoben werden sollen. Wenn es nur eine Zelle ist, kann man in eine Nachbarzelle und zurück fahren. Anschließend ist der Zell­bereich schwarz markiert.
  • Maus­taste loslassen.
  • Zell­bereich nochmals IN DER MITTE packen und seinen Inhalt verschieben.

MS Excel

Animation
Formeln verschieben
in MS Excel.
  • Mit gedrückter Maus­taste über die Zellen fahren, die verschoben werden sollen. Anschließend ist der Zell­bereich schwarz umrandet.
  • Maus­taste loslassen.
  • Zell­bereich nochmals AM RAND packen und seinen Inhalt verschieben.
Übung " Hyper­geometrische Verteilung "

Erstellen Sie ein Tabellen­blatt zur Untersuchung hyper­geometrischer Verteilungen. Es soll nicht nur die Wahr­schein­lichkeit für 6 Richtige, sondern für x = 0 bis 25 "Richtige" be­rech­nen.

Eingabewerte: Umfang der Gesamtmenge N, Anzahl der Ereignisse in der Gesamtmenge d, Stichprobenumfang n.
Ausgabewerte für alle mögliche Ereignisse x in der Stichprobe: Einzelwahr­schein­lichkeiten, untere und obere Summenhäufigkeiten, Säulen­diagramm für die Einzelwahr­schein­lichkeiten.

Muster­lösung mit Hinweisen: PDF , OpenOffice2 , Excel97 .

    6.6 Ändern ganzer Tabellenblätter    

Übung " Binomiale Verteilung "

Aufgabe: Erstellen Sie ein Tabellen­blatt zur Untersuchung binomialer Verteilungen, indem Sie das vorhandene Tabellen­blatt "Hyper­geometrische Verteilung" abwandeln.
Eingabewerte: Anteil der Ereignisse in der Gesamtmenge p, Stichprobenumfang n, mögliche Ereignisse x.
Ausgabewerte für alle mögliche Ereignisse x (bis x=25) in der Stichprobe: Einzelwahr­schein­lichkeiten, untere und obere Summenhäufigkeiten, Säulen­diagramm für die Einzelwahr­schein­lichkeiten
Arbeits­blatt: PDF mit aus­führ­licher Arbeits­anleitung
Muster­lösung: PDF , OpenOffice2 , Excel97 .

Wo immer möglich, sollte man neue Tabellenblätter erstellen, indem man ein vorhandenes ähnliches Tabellen­blatt kopiert und dann ändert. Dies ist nicht nur eine sehr zeitsparende Strategie, sondert ergibt auch auto­matisch eine gewisse Ähnlichkeit im Aufbau der Blätter.

Notwendige Arbeits­techniken

  • Zeilen löschen und einfügen
  • Zellen verschieben
  • Formeln korrigieren

    7 Diagramme    

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte", deshalb bieten Tabellen­kalkulationen einige Möglich­keiten, Zahlen in Diagrammen darzustellen.

Tabellen­kalkulationen zeichnen Diagramme nicht aus Formeln, sondern aus Datenreihen. Die Daten können einigermaßen frei auf dem Tabellen­blatt angeordnet werden können, aber um den folgenden Text zu vereinfachen, gehe ich davon aus, dass die Datenreihen in zusammen­hängenden Bereichen senkrecht angeordnet sind.

Bei allen äußer­lichen Unterschieden gibt es in Tabellen­kalkulationen nur zwei Grundtypen von Diagrammen: (⇒ aus­führ­licher Vergleich )

y-Diagramme für (eindeutige) Funk­tionen bilden eine Reihe von Werten ab.
Typischer Vertreter eines y-Diagrammes ist das Balken­diagramm, das eine oder mehrere Zahlenreihen grafisch dar­stellt. Für ein y-Diagramm genügt schon eine Datenreihe mit den y-Werten in einer ein­zigen Spalte. (⇒ y-Diagramme )
xy-Diagramme für Relationen (mehrdeutige Funk­tionen) bilden eine Reihe von Wertepaaren ab.
Ein xy-Diagramm zeichnet Punkte oder Linien nach Koordinaten. Damit sind - theoretisch - be­lie­bige Linienverläufe möglich. Für ein xy-Diagramm benötigt man x-y-Wertepaare (Koordinaten) in mindestens 2 Spalten. (⇒ xy-Diagramme )

    7.1     y-Diagramm erstellen    

Für ein y-Diagramm genügt in einer Tabellen­kalkulation eine Datenreihe mit den y-Werten in einer ein­zigen Spalte. Die Werte werden mit gleichmäßigen Abständen in der gelisteten Reihen­folge dargestellt, z.B. als Balken, Tortenstücke o.ä. Falls eine Datenreihe für die x-Werte vorhanden ist, kann sie der Beschriftung der Datenreihe dienen, aber nicht die Abstände der Balken (Skalierung) beeinflussen.
Selbst wenn man ein Linien­diagramm wählt, sind nur Linienverläufe von einer Seite des Diagrammes zur anderen möglich, aber nicht wieder zurück.(⇒ Vergleich von y-Diagrammen und xy-Diagrammen ).

Screenshot
Säulen­diagramm erstellen
Download ODS | XLS

Schritte zur Erstellung eines einfachen y-Diagrammes.

  • Daten­bereich erstellen
  • Daten­bereich markieren
  • Einfügen - Diagramm
  • Bereich markieren, wo das Diagramm stehen soll (nur OpenOffice / StarOffice)

Die Reihen­folge der weiteren Einstellungen unter­scheidet sich je nach verwendetem Programm. Achten Sie auf die folgenden Einstellungen:

  • Erste Zeile als Beschriftung: Ein
    Die Zeilen­überschrift "€/kg" wird in die Legende über­nommen.
  • Erste Spalte als Beschriftung: Ein
    Die Namen der Metalle werden zur Beschriftung der x-Achse verwendet.
  • Diagrammtyp: Säulen, normal
    Weitere Typen siehe unten
  • Datenreihen in: Spalten
    Daten können auch in Zeilen angeordnet werden. Gewöhnlich erkennen die Tabellen­kalkulationen die Anordnung selbstständig.
  • Diagrammtitel: Rohstoffpreise
  • Achsentitel x-Achse und y-Achse: aus
    Achsentitel sind Beschriftungen der x- und y-Achse, sie können nachträglich angebracht werden

7.1.1   Beispiele für y-Diagramme: ODS | XLS

    7.2   Einstellungen an Diagrammen    

Der Feinschliff am Diagramm unter­scheidet sich in den Details zwi­schen OO/SO bzw. MS. Bei MS-Excel ist es vor allem wichtig, wo ein Kon­textmenü aufgerufen wird, denn es bietet abhängig vom Ort nur eine beschränkte Auswahl. Bei OpenCalc muss erst die richtige Stelle markiert sein, bevor das Kon­textmenü aufgerufen wird. Einfacher ist es oft, das Menu zu verwenden. Nachdem ein Diagramm aktiviert wurde, passt sich das Menu nämlich an die Erfordernisse des Diagrammes an.

7.2.1  Diagramm-Assistenten wieder aufrufen

Auch für ein bestehendes Diagramm kann der Diagramm-Assistent aufgerufen werden, sodass alle Einstellungen geändert werden können. Man kann mit einem einfachen Diagramm beginnen und es nach und nach verbessern.

OpenOffice / StarOffice:

  • Diagramm markieren mit Doppelklick ⇒ es bekommt einen breiten grauen Rahmen.
  • Die einzelnen Einstellungen können danach auf zwei Wegen geändert werden:
    • Kon­textmenu (rechter Mausklick) auf dem element des Diagrammes, das geändert werden soll (Linie, Achse, Hintergrund, Titel..).
    • Einfacher ist es, die Menuleiste zu nutzen, sich äußer­lich kaum geändert hat, aber jetzt alle Auswahl­möglich­keiten für das Diagramm enthält.

MS-Excel:

  • Diagramm markieren mit einfachem Klick auf das Diagramm
  • Kon­textmenu (rechter Mausklick) auf dem element des Diagrammes, das geändert werden soll (Linie, Achse, Hintergrund, Titel..).

7.2.2  Einstell­möglich­keiten

Wenn ein Diagramm aktiviert wurde, können alle Details des Diagrammes geändert werden. Im Folgenden sind die Menupunkte aufgezählt. Um sie kennenzulernen ist es das Beste, wenn Sie ausgiebig damit herumspielen.

Screenshot
Diagramm mit Sekundärachse
Download: ODS | XLS | PDF
Format - Daten­bereich
legt fest, welche Daten dargestellt werden. Einstellungen im Beispiel:
  • Datenreihe in Spalten
  • Erste Zeile als Beschiftung: Ein
    Wenn die Zellen "Dreh­moment" und "Leistung" im Daten­bereich eingebunden sind, werden die Texte für die Legende über­nommen. Im Beispiel ist die Legende allerdings ausgeschaltet.
  • Erste Spalte als Beschriftung: Ein
    Übernimmt die Zahlen oder Texte in der ersten Spalte für die Beschriftung der x-Achse. Hier sind es die Drehzahlwerte 0, 500, 1000 U/min.
Format - Diagrammoptionen
legt die Art des Diagrammes fest. (⇒ Beispiele für y-Diagramme )
Einfügen - Titel  /  Format - Titel
für die Titel "Verbrennungs­motor", "Dreh­moment.." und "Drehzahl..".
Einfügen - Gitter  /  Format - Gitter
Im Beispiel ist das Gitter der x-Achse ausgeschaltet.
Einfügen - Legende  /  Format - Legende
Dient der Zuordnung der Kurven zu den Daten. Im Beispiel ist die Legende ausgeschaltet.
Format - Diagrammfläche
legt Farben, Umgrenzung usw. des ganzen Diagrammes fest. Einstellungen im Beispiel:
  • Fläche - Füllung - Farbe: weiß
    Wenn man keine Farbe wählt, scheint das Rautenmuster der Zellen durch das Diagramm durch.
Format - Diagrammwand
legt Farben, Umgrenzung usw. des Diagrammes zwi­schen x- und y-Achse fest. Einstellungen im Beispiel:
  • Fläche - Füllung: keine
    Mit den Vorgabeeinstellungen wird die Diagrammwand meistens grau dargestellt, aber das senkt den Kontrast des Diagrammes und erhöht Druckkosten.
Kon­textmenu auf einer Kurve im Diagramm - Objekt­eigen­schaften
Nach einem rechten Mausklick auf einer Kurve kann man unter Objekt­eigen­schaften einstellen:
  • Linie
    Strichstärken, Farben und Linienarten der gewählten Linie.
  • Datenbeschriftung
    Hier wird angegeben, womit die Linie beschriftet wird. Möglich sind die y-Datenwerte oder ein Beschriftungs­text aus einer zusätzlichen Datenreihe. Die Beschriftung wird dort angezeigt, wo der Datenpunkt liegt.
  • Zeichen und Schrifteffekt
    Formate der Beschriftung.
  • Statistik
    Hier sind Einstellungen zum Näherungs­verfahren für die Kurven möglich.
  • Optionen
    Sind notwendig, wenn man eine Kurve an der sekundären y-Achse (rechte Skale) ausrichten möchte.
Format - Achsen
Einstellungen im Beispiel für die linke y-Achse (schwarz):
  • Schrifteffekt - Schriftfarbe: schwarz
  • Beschriftung - Beschriftung anzeigen: Ein
  • Skalierung - Maximum: 400
    Drückt die schwarze Dreh­moment­kurve nach unten.
  • Skalierung - Hauptintervall:50
    Stellt an der Achse in 50er-Schritten dar.
  • Skalierung - Hilfsintervall: 5
    Teilt die Hauptintervalle in 5 gleich große Hilfsintervalle, die im nächsten Punkt der Strich­aufzählung durch kurze Linien markiert werden.
  • Skalierung - Haupt-/Hilfsintervall: Außen
Die rechte y-Achse (blau) ruft man in zwei Schritten auf, wobei der erste Schritt entfallen kann:
  • Einfügen - Achsen - Sekundäre Achsen - y-Achse: Ein
  • Kon­textmenu auf einer Kurve im Diagramm - Objekt­eigen­schaften - Optionen - Datenreihe ausrichten an - Sekundäre y-Achse: Ein
Die Beschriftung der Achsen mit Zahlen und Einheiten ist auf zwei Wegen möglich: Entweder man formatiert die Datenreihen bereits mit Einheiten (⇒ Zahlenformate ) und über­nimmt das "Quellenformat" in das Diagramm, oder man formatiert wie im Beispiel die Zahlen im Diagramm:
  • Format - Achsen - y-Achse - Zahlen - Quellenformat:Aus - Format-Code:0" Nm"
Die x-Achse kann im Beispiel nicht skaliert werden, da es sich um ein y-Diagramm handelt. Wenn man die x-Achse skalieren möchte, muss man ein xy-Diagramm daraus machen. (⇒ xy-Diagramme )

    7.3    xy-Diagramme    

Screenshot
T,s-Diagramm von Wasser
Download ODS | XLS | PDF

Auf den ersten Blick bieten xy-Diagramme weniger Möglich­keiten als y-Diagramme, da sie nur Linien und Punkte dar­stellen können. Bei genauerer Betrachtung sind sie aber wesentlich vielseitiger, weil sie be­lie­bige Linien zeichnen können. Damit ist - zumindestens theoretisch - jedes Diagramm möglich.

Ein xy-Diagramm zeichnet Linien oder Punkte nach Koordinaten. Dafür sind mindestens 2 Datenreihen für die x-y-Wertepaare nötig. Wertepaare stehen neben­einander.

Wenn man mehrere Linienzüge in einem Diagramm dar­stellen möchte, verwendet man für die x-Werte nur eine ein­zige Spalte, während jede Kurve eine eigene Spalte für die y-Werte erhält.
Auch in xy-Diagrammen kann eine zusätzliche Datenreihe mit Zahlen oder Texten für die Beschriftung eingefügt werden. Diese Beschriftung wird aber nicht an der x-Achse angezeigt, sondern an der Position des zugehörigen Wertepaares im Diagramm. Die Zahlen­werte an den x- und y-Achsen wird aus den Werten gebildet, die sich aus den x-y-Wertepaaren ergeben.

Die x-Achse kann bei xy-Diagrammen skaliert werden, d.h. größter und kleinster Wert Wert der Skale, Skalenabstände usw. können manuell ver­ändert werden.

Beispiel für ein xy-Diagramm

Screenshot
Daten­bereich für das Phasen­diagramm
Screenshot
Schematisches Phasen­diagramm
für eine Zweistoff­legierung
Download ODS | XLS

Im Beispiel sind die folgenden Einstellungen gewählt

  • Daten­bereich B3:M8
    Die Spalten A und N dienen nur der Erklärung und werden im Diagramm nicht benötigt.
  • Datenreihe in Zeilen
  • Erste Zeile als Beschriftung: Ein
    Dadurch können die hellblau unterlegten Texte in der obersten Zeile 3 als Beschriftung des Diagrammes verwendet werden. Wie das geht, steht etwas weiter unten.
  • Die nächste Zeile, in diesem Fall Zeile 4 zwi­schen Al und Si, wird auto­matisch als Datenreihe für die x-Werte inter­pretiert. Alle Linien verwenden dieselbe x-Datenreihe. x-Werte dürfen mehrfach und in jeder be­lie­bigen Reihen­folge vorkommen. Die Reihen­folge der x-y-Werte bestimmt den Verlauf einer Linie.
  • Die folgenden 4 Zeilen ent­halten 4 y-Datenreihen für 4 Linienzüge.
    • Linie 1 (Liquiduslinie) verläuft von (0%; 660°C) über (12%; 577°C) bis zu (30%; 750°C). Die Linie wird nicht vollständig dargestellt, weil das Maximum der x-Achse auf 0,2 skaliert wurde. Das Phasen­diagramm wird also nur bis 20% Siliziumanteil dargestellt.
    • Linie 2 (Soliduslinie) verläuft von (0%; 577°C) bis zu (30%; 577°C) und ist auch nicht vollständig dargestellt.
    • Linie 3 in Zeile 7 dient dazu, Beschriftung ins Diagramm zu bringen. Die Linie selbst ist in ihren Objekt­eigen­schaften unsichtbar und mit Anzeige der Beschriftung eingestellt. Mit dieser Konstruktion kann man in einem Diagramm an jeder be­lie­bigen Stelle Text unterbringen. Im Beispiel steht der Text "Schmelze" über der "Koordinate" (10%; 650°C).
    • Linie 4 (Eutektikum) verläuft senkrecht von (12%; 577°C) bis (12%; 0°C). Auch sie wird nicht vollständig dargestellt, weil die y-Achsen mit dem Minimum 550°C skaliert sind.
  • Erste Spalte als Beschriftung: Aus
    Im Beispiel haben die Spalten A und N keine Funk­tion für das Diagramm.
  • Die Beschriftung der x-Achse wird auto­matisch aus dem Daten­bereich der x-Werte gebildet. Dabei kann die Skalierung der x-Achse (von.. bis in... -Schritten) bei xy-Diagrammen manipuliert werden (⇒ Achsen skalieren . Bei y-Diagrammen ist das nicht möglich.

    7.4 y-Diagramm und xy-Diagramm im Vergleich    

y-Diagramme für (eindeutige) Funk­tionen

xy-Diagramme für Relationen (mehrdeutige Funk­tionen)

Typischer Vertreter eines y-Diagrammes ist das Balken­diagramm, das eine Reihe von Zahlen grafisch dar­stellt. Die Abstände zwi­schen den Balken sind gleichmäßig.

Ein xy-Diagramm zeichnet Punkte oder Linien im Diagramm nach Koordinaten. Damit sind - theoretisch - be­lie­bige Linienverläufe möglich.

Säulendiagramm
Beispiel für ein y-Diagramm
Download ODS | XLS
xy-Diagramm
Beispiel für ein xy-Diagramm:
Download ODS | XLS | PDF

Für ein y-Diagramm benötigt man in einer Tabellen­kalkulation nur eine(!) Datenreihe, und zwar für die y-Werte, die mit gleichmäßigen Abständen dargestellt werden.
Wenn die Daten als Linien­diagramm dargestellt werden, ist das Linien­diagramm äußer­lich leicht mit einem xy-Diagramm zu verwech­seln. Tatsächlich sind aber nur Kurvenverläufe von einer Seite des Diagrammes zur anderen ohne Umkehr möglich (Funk­tionen).

Für ein xy-Diagramm benötigt man in einer Tabellen­kalkulation mindestens 2 Datenreihen, die als x-y-Wertepaare (Koordinaten) inter­pretiert werden.
Mit xy-Diagrammen sind be­lie­bige Linienverläufe möglich (Relationen).

y-Diagramme können je nach Version der Tabellen­kalkulation als Linien­diagramm, Säulen­diagramm, Balken­diagramm, Kreis­diagramm (Torten­diagramm, Kuchen­diagramm), Flächen­diagramm, Netz­diagramm usw. dargestellt werden. Dabei variieren die Details, aber das oben genannte Prinzip bleibt erhalten.

xy-Diagramme werden als Linien oder Punkte dargestellt.

Es sind mehrere Kurven in einem Diagramm möglich. Jede Kurve benötigt eine eigene Datenreihe für ihre y-Werte. Wenn zwei y-Daten neben­einander stehen, werden sie denselben x-Werten zugeordnet.

Wenn man mehrere Linienzüge in einem Diagramm dar­stellen möchte, verwendet man für jede Kurve eine eigene Spalte mit y-Werten. Die x-Werte stehen für alle Koordinaten in einer ein­zigen Spalte.

Wenn in einer zusätzlichen Reihe Zahlen oder Texte für die x-Achse angegeben sind, dienen diese nur der Beschriftung, ändern aber nicht den Linien­verlauf. Die y-Achse wird mit den Zahlen­werten beschriftet, die sich aus den y-Werten ergeben.

Auch in xy-Diagrammen kann eine zusätzliche Datenreihe mit Zahlen oder Texten für die Beschriftung eingefügt werden. Diese Beschriftung wird aber nicht an der x-Achse angezeigt, sondern an der Position des zugehörigen Wertepaares im Diagramm. Die Zahlen­werte an den x- und y-Achsen wird aus den Werten gebildet, die sich aus den x-y-Wertepaaren ergeben.

Die x-Achse kann bei y-Diagrammen nicht händisch skaliert werden.

Die x-Achse kann bei xy-Diagrammen manuell skaliert werden. Einstellbar sind größter und kleinster Wert Wert der Skale, Skalenabstände, Intervallmarkierungen usw.

Formelmäßig werden y-Diagramme mit Funk­tionen bzw. eindeutigen Funk­tionen beschrieben. In eindeutigen Funk­tionen gibt es für jeden x-Wert nicht mehr als einen y-Wert. Ihre Kurve verläuft in einem Diagramm von einer Seite zur anderen, kann aber niemals umkehren.

Formelmäßig werden xy-Diagramme mit Relationen bzw. mehrdeutigen Funk­tionen beschrieben. In Relationen kann es für jeden x-Wert mehrere y-Werte geben und ihre Kurve kann be­lie­big im Diagramm verlaufen.

    7.5   Weitere Beispiele    

Übung " Normal­verteilung "

Aufgabe: Erstellen Sie ein Arbeits­blatt zur Auswertung normalverteilter Messreihen.
Arbeits­blatt: PDF mit aus­führ­licher Arbeits­anleitung
Muster­lösung: PDF , OpenOffice2 , Excel97 .

Übung " Operationscharakteristiken von AQL-Anweisungen "

Aufgabe: Erstellen Sie eine Grafik zur Dar­stellung von Operationscharakteristiken von AQL-Anweisungen.
Arbeits­blatt: PDF mit aus­führ­licher Arbeits­anleitung
Muster­lösung: PDF , OpenOffice1 , Excel97 .

    7.6   Probleme    

So viel ich sonst von OpenOffice halte, aber bei Diagrammen hat es noch Nachholbedarf. Die Bedienung hat sich in den letzten Versionen zwar deutlich vereinfacht, sodass die Diagramme jetzt relativ komfort­abel erstellt werden können, aber sensibel sind Diagramme immer noch. (2008).

Mein Problem ist, dass ich komplexe Diagramme erstellt habe und sie kopieren möchte, um Varianten von ihnen zu erzeugen. Da muckt OpenOffice bis hin zu re­produzier­baren Abstürzen. Unter Beachtung der folgenden Regeln hat es dann doch noch geklappt:

  • Wenn man ein Diagramm innerhalb eines Tabellen­blattes kopiert, bezieht sich die Kopie immer auf den ursprünglichen Daten­bereich. Die Änderung des Daten­bereiches kann ganz schön umständlich sein, wenn das Diagramm nicht sehr einfach ist.
  • Wenn man ein Tabellen­blatt mit einem Diagramm per "Tabelle verschieben/kopieren" innerhalb derselben Datei kopieren möchte, gilt das gleiche. Das kopierte Diagramm greift auf die ursprünglichen Daten im ursprünglichen Tabellen­blatt zurück.
  • Man muss das Tabellen­blatt mit dem Diagramm in eine andere Datei kopieren, um eine wirkliche Kopie zu erhalten, die sich auch auf die Kopie der Daten bezieht. Wählen Sie dazu "Tabelle verschieben/kopieren - Ins Dokument". Leider treten dann immer noch genügend Probleme auf:
    • Da ich es erlebt habe, dass beim Kopieren auch das ursprüngliche Diagramm vermurkst wurde, kopiere ich nur noch aus einer Kopie der Datei. Um weitere Probleme zu beseitigen, lösche ich auch alle anderen Tabellenblätter aus dieser Datei, bis nur noch das Tabellen­blatt mit dem zu kopierenden Diagramm vorhanden ist.
    • Vor dem Kopieren in eine andere Datei benenne ich das Tabellen­blatt schon so um, wie es in der anderen Datei heißen soll. Umbenennen von Tabellenblättern mit Diagrammen führt nämlich gelegentlich zu Problemen, insbesondere wenn man dabei Fehler macht. In Dateien mit nur einem Tabellen­blatt traten diese Probleme bei mir nicht auf.
    • Noch eines seltsame Macke: Das Tabellen­blatt mit dem Diagramm muss in der Zieldatei unbedingt ans Ende der Tabellen gestellt werden, sonst macht OO Probleme bei den Diagrammen. Tückischerweise sieht man diese Probleme nicht sofort, sondern erst, wenn man versucht, das kopierte Diagramm zu formatieren.
    • Am sichersten ist es, die Varianten des Diagrammes in jeweils eigenen Dateien zu erstellen und dann nach und nach in eine neu angelegte Datei zu kopieren.

Das ist alles ziemlich lästig, aber kein Grund, bei MS zu bleiben. Das hat auch genügend Macken, eben andere. Und bei OO bleibt immer noch die Hoffnung auf die nächste Version.

    8 Zusammenspiel von Text und Zahlen    

Tabellen­kalkulationen unter­scheiden Text und Zahlen ( → Zelleninhalte ) und reagieren auch unterschiedlich auf sie. In diesem Kapitel geht es darum, einige Grenzübergänge zwi­schen Text und Zahlen zu zeigen.

    8.1   Text und Zahl in einer Zelle   

Man kann Zahlen in Texte umwandeln und danach wie Texte behandeln. Damit können be­lie­bige Texte und Zahlen in einer Zelle dargestellt werden.

Screenshot
Text und aktuelles Datum in einer Zelle
  • HEUTE() setzt das aktuelle Datum ein
  • TEXT(Zahl; Format) wandelt das Datum in einen Text um
  • "TT.MM.JJJJ" legt fest, in welchem Format das Datum angegeben wird ( → Datum und Zeit )
  • "Stand:" Zeichen zwi­schen Anführungszeichen werden immer als Text inter­pretiert
  • & verbindet zwei Texte.

    8.2   Zahlen mit Maßeinheiten   

Für Ingenieure und Naturwissenschaftler gehören Zahl und Einheit selbstverständlich zusammen, aber Tabellen­kalkulationen tun sich damit noch schwer. Wenn man mit Einheiten rechnen muss, ist die einfachste Lösung immer noch, die Einheiten als Texte in getrennten Zellen zu verwalten. Wenn sich die Einheiten beim Rechnen nicht ändern, z.B. Währungen, kann man sie auch durch Formatierung dar­stellen.

Neuere Versionen bieten Funk­tionen, mit denen Zahlen für andere Einheiten umgerechnet werden können.

  • =UMWANDELN_ADD(100;"cm";"in")
    Ergebnis: 39,37
    bedeutet: 100 cm = 39,97 inch
  • Mögliche Maßeinheiten sind
    • Masse: g, sg, lbm, u, ozm, stone, ton, grain, pweight, hweight, shweight
    • Länge: m, mi, Nmi, in, ft, yd, ang, Pica, ell, parsec
    • Zeit: yr, day, hr, mn, sec
    • Druck: Pa, atm, mmHg, Torr, psi
    • Kraft: N, dyn, pond
    • Energie: J, e, c, cal, eV, HPh, Wh, BTU
    • Leistung: W, HP, PS
    • Feldstärke: T, ga
    • Temperatur: C, F, K, Reau, Rank
    • Volumen: l, tsp, tbs, oz, cup, pt, qt, gal, m3, mi3, Nmi3, in3, ft3, yd3, ang3, Pica3, barrel, bushel, regton, Schooner, Middy, Glass
    • Fläche: m2, mi2, Nmi2, in2, ft2, yd2, ang2, Pica2, Morgen, ar, acre, ha
    • Geschwindigkeit: m/s, m/h, mph, kn, admkn
  • Mögliche Präfixe für die Größenordnung
    • verkleinernd: d, c, m, u, n, p, f, a, z, y
    • vergrößernd: e, h, k, M, G, T, P, E, Z, Y
Wenn Zahlen und Einheiten in separaten Zellen stehen, kann man die Angaben elegant in =UMWANDELN_ADD() über­nehmen.
Man kann die Einheit auch über das → Zahlenformat in der gleichen Zelle wie die Zahl anzeigen.
Zahlenformate ver­ändern nur die Dar­stellung der Zahl, nicht ihren Wert. Bei Währungen spielt das keine Rolle, weil sich diese bei Be­rech­nungen nicht ändern. Oder verwendet jemand die Einheit €²?;-)
Übung " Kalender "

Aufgabe: Erstellen Sie einen Kalender.
Arbeits­blatt: PDF mit aus­führ­licher Arbeits­anleitung
Muster­lösung: PDF , OpenOffice1.

    9 GrafischeElemente    

    10 Formatvorlagen    

Beim Formatieren unter­scheidet man harte und weiche Formatierung. Ein Beispiel für harte Formatierung ist, wenn man jede Überschrift einzeln fett formatiert. Weiche Formatierung ist, wenn man jeder Überschrift eine Formatvorlage zuweist und in der Formatvorlage das Format fett angibt. Beide Überschriften sehen gleich aus, aber der Unterschied wird deutlich, wenn man alle Überschriften von fett auf kursiv ändern will. Harte Formatierungen müssen einzeln geändert werden, bei weichen Formatierungen genügt es, die Formatvorlage zu ändern (⇒ Formatvorlagen ).
Weiche Formatierungen funktionieren so ähnlich wie Layer oder Stilvorlagen in CAD-Programmen und CSS-Vorlagen in HTML-Texten. Formatvorlagen gibt es auch in Text­verarbeitungs­programmen wie StarWord, OpenOffice oder MS-Word.

Es gehört zu einem guten Programmierstil, Inhalt und Form zu trennen. Dies kann mit Formatvorlagen erreicht werden, da sie die Formatierung außerhalb des eigentlichen Textes festlegen. Der erste Nutznießer eines solchen Programmierstiles ist der Programmierer selbst, denn er erleichtert sich damit die Pflege seiner Seiten. Weitere Nutznießer sind z.B. Sehbehinderte, die sich den Text von speziellen Programmen vorlesen lassen. Sie müssen nämlich nicht wissen, welche Farbe und Größe ein Text hat, sondern ob es sich um eine Überschrift, einen Normal­text, ein Zitat, eine Hervorhebung o.ä. handelt. Diese Information kann man in Formatvorlagen finden.

    11 Bedingte Formate    

    12 Datenbankfunktion    

= INDEX (..)

= SVERWEIS(..)

3D-Matrix

    13 Zirkelschluss - Be­rech­nung von Gleichungssystemen    

    14 Daten sortieren und auswählen    

    14.1 manuelles Sortieren    

Screenshot
Namensliste zum Sortieren markieren

Oft genug müssen Noten in andere Listen übertragen werden. Da ist es tückisch, wenn eine Liste nicht exakt alphabetisch sortiert ist.

Sortieren Sie Listen immer auto­matisch, um Fehler zu vermeiden.

  • Markieren Sie die ganzen Zeilen, die sortiert werden sollen, indem Sie mit gedrückter linker Maus­taste über die Zeilen­nummern fahren.
  • Wählen Sie in der Menüleiste Daten - Sortieren.. - Sortierkriterien - Sortieren nach: Spalte B - OK

Aufpassen: Im Duden wird Händel zwi­schen Handel und handelbar sortiert, und nicht bei Haendel. Viele Programme, auch ältere Tabellen­kalkulationen oder neuere Schul­verwaltungs­programme, machen das falsch, und wer da nicht aufpasst, hat leicht die Noten falsch übertragen.

Tipp: Gewöhnen Sie sich an, vor dem Sortieren immer ganze Zeilen zu markieren, indem Sie mit der Maus über die Zeilen­nummern fahren. Wenn Sie dies nicht tun und einmal eine Spalte vergessen, wird diese nicht mitsortiert, und Sie werden merken, dass die richtigen Noten bei den falschen Schülern ärgerlich sind.

    14.2 Datensatz manuell per Dropdownliste auswählen    

Screenshot
Werk­stoff aus einer Tabelle per Listenfeld wählen
zugehörige Zug­festig­keit mit =SVERWEIS() herausziehen

Wer häufig mit tabellierten Werten arbeitet, liegt bei einer Tabellen­kalkulationen natürlich richtig. Dort müssen die Datensätze nicht händisch abgetippt werden, sondern können per Listenfeld ausgewählt werden. Die benötigten Tabellenwerte können zB. mit dem Befehl =SVERWEIS() aus der Tabelle entnommen werden.
Im Bild rechts wird der Werk­stoff S235JR per Listenfeld ausgewählt und die zugehörige Zug­festig­keit per =SVERWEIS() auto­matisch ergänzt.

Listenfeld einfügen

OpenOffice

  • Markieren Sie eine Zelle, hier A3
  • Daten - Gültigkeit - Kriterien -
    • Zulassen: Zell­bereich
    • Quelle: C3:C6
  • Daten - Gültigkeit - Eingabehilfe
    Hier können Sie Hinweise eingeben, die erscheinen, wenn man mit der Maus über das Listenfeld fährt.

MS-Excel

  • Markieren Sie eine Zelle, hier A3
  • Daten - Gültigkeit - Einstellungen / Gültigkeitskriterien
    • Zulassen: Liste
    • Quelle: C3:C6
  • Daten - Gültigkeit - Eingabe­meldung
    Hier können Sie Hinweise eingeben, die erscheinen, wenn man mit der Maus über das Listenfeld fährt.

Bei beiden Programmen passt sich die Quellenangabe des Listenfeldes nicht an, wenn die Werk­stofftabelle später durch Einfügen von Zeilen erweitert wird. Das ist lästig, weil das Hinzufügen von Zeilen oder Spalten sonst ein bequemes Mittel ist, Tabellen zu erweitern ohne sich um die Formeln mit Adress­bereichen kümmern zu müssen.
Man kann das Problem umgehen, indem man dem Bereich einen Namen gibt und den Bereichsnamen verwendet.

Zugehörigen Tabellenwert mit =SVERWEIS() aus der Tabelle entnehmen ("Zug­festig­keit 340")

B3: =SVERWEIS(A3;C3:F6;3;0)

  • A3: entnimmt den gewählten Wert S235JR aus dem Listenfeld und sucht ihn in der ersten Spalte der Tabelle C3:F6
  • C3:F6: enthält die Werk­stofftabelle
  • 3: entnimmt den Zell­inhalt aus der dritten Spalte der Tabelle (und der Zeile, in der S235JR steht). Im Bild ist es die Zelle E4 mit dem Wert 340.
  • 0: bedeutet, dass die Werk­stofftabelle nicht alphabetisch sortiert ist.

Tipp: Hinterlegen Sie Tabellen farblich, damit Sie wissen, wo sie anfangen und aufhören. Verwenden Sie auch nur Formeln mit Adress­bereichen, zB = SUMME(C1:C3) statt =C1+C2+C3, denn die Adress­bereiche passen sich an, wenn Sie die Tabellen durch Einfügen von Zeilen oder Spalten erweitern.

Tabellen­blatt " Listenfeld "

Im Bild oben sehen Sie eine Werk­stofftabelle. Aus der Werk­stofftabelle soll mittels eines Listenfeldes ein Werk­stoff ausgewählt werden. Für den gewählten Werk­stoff soll die Zug­festig­keit angezeigt werden. Natürlich könnte man mit der Zug­festigekit auch weitere Berchnungen durchführen.

Muster­lösung: LibreOffice , Excel97 .

    14.3 Werte aus Tabellen herausziehen    

Übung " Matrixfunktionen "

Häufig ist es nötig, Werte aus einer Tabelle herauszuziehen, z.B. die Preise für eine Artikelnummer, die Zug­festig­keit für einen Werk­stoff oder den Flankendurchmesser für eine bestimmte Gewindegröße.
Im Übungsblatt wird die Aufgabe gestellt, dass nach Eingabe einer Postleitzahl in den Nachbarzellen Ortsname und Vorwahl auto­matisch über­nommen werden.
Zur Lösung werden zwei Verfahren angeboten. Das erste Verfahren mit =VERGLEICH(), =ADRESSE() und =INDIREKT() ist kompliziert, aber vielseitig. Das zweite Verfahren mit =SVERWEIS() bzw. =WVERWEIS() ist einfacher und für die meisten Anwendungsfälle völlig ausreichend.
Arbeits­blatt: PDF mit aus­führ­licher Arbeits­anleitung
Muster­lösung: OpenOffice2 , Excel97 .

Screenshot

    14.4 Tabelle auto­matisch nach Punkten sortieren  

Übung " Turnierplan mit Tabelle "

Sie wollen eine Tabelle sortiert in eine andere Tabelle übertragen, zB. eine Sporttabelle erstellen?
Im Tabellen­blatt finden Sie ein Beispiel dafür.
Die Sortierung erfolgt mit der Funk­tion =RANG(), die sortierte Übertragung mit der FUNKTION =SVERWEIS().
Muster­lösung mit kurzer Beschreibung: LibreOffice , Excel97 .

    14.5 Nur bestimmte Zellen zählen oder summieren  

Wie hoch sind die Umsätzen insgesamt an Montagen? Wie oft kommt das Wort "Bleistift" in einer Liste vor? Diese Fragen beantworten die die Befehle =SUMMEWENN(..) und =ZÄHLENWENN(..), ohne dass man Montag oder Bleistift mit =WENN(..) aussortiert. Beispiele: ODS / XLT

Screenshot

Im Bild rechts wird eine Reihe von Zufallszahlen generiert. Es soll ermittelt werden, wie groß der Anzahl der negativen Zahlen und wie groß die Summe der positiven Zahlen ist.

=ZÄHLENWENN(A1:F12;"<0")
zählt im Bereich A1:F12 die Anzahl derjenigen Zellen, deren Inhalt kleiner als 0 ist.

  • Das Suchkriterium muss als Text geschrieben werden, deshalb steht es in Anführungszeichen.
  • Wenn das Suchkriterium nicht feststeht, kann man es auch aus anderen Zellen holen.
    Beispiel: =ZÄHLENWENN(A1:F12;"<"&G1)
    zählt alle Zellen, deren Inhalt kleiner ist als der Inhalt der Zelle G1.
    Beachten Sie den Text­operator & (kauf­männisches UND), der "<" mit G1 als Text verbindet.
  • Weitere Beispiele finden Sie in der Hilfefunktion von Openoffice unter dem Stichwort "Zählenwenn".

=SUMMEWENN(A1:F7;">=0";A1:F7)
summiert diejenigen Zufallszahlen, die größer oder gleich 0 sind.

  • Das Suchkriterium "=2" muss als Text geschrieben werden, deshalb steht es in Anführungszeichen.
  • Wenn im Bereich B3:I3 das Suchkriterium "=2" zutrifft, wird der in B4:I4 korrespondierende Inhalt zur Summe hinzugefügt.
  • Libreoffice nummeriert die Wochentage ab dem Sonntag, also steht 2 für einen Montag.
Screenshot

=SUMMEWENN(B3:I3;"=2";B4:I4)
summiert diejenigen Umsätze in der Umsatztabelle, über denen eine "2" steht.

  • Das Suchkriterium "=2" muss als Text geschrieben werden, deshalb steht es in Anführungszeichen.
  • Wenn im Bereich B3:I3 das Suchkriterium "=2" zutrifft, wird der in B4:I4 korrespondierende Inhalt zur Summe hinzugefügt.
  • Libreoffice nummeriert die Wochentage ab dem Sonntag, also steht 2 für einen Montag.

    14.6 Matrix / Matrizen transponieren (Zeilen und Spalten vertauschen)  

Screenshot

Die Befehle =INDIREKT() und =ADRESSE kann man auch verwenden, um eine Matrix zu transponieren, d.h. ihre Zeilen und Spalten zu vertauschen.

Im Bild rechts steht die ursprüngliche Matrix gelb hinterlegt im Adress­bereich C5:D9. Rechts daneben steht die transponierte Matrix grün hinterlegt im Adress­bereich G5:K6. Die blauen Bereiche dienen der Bezeichnung von Zeilen und Spalten und gehören streng genommen nicht zu den Matrizen, wurden aber genauso transponiert.

  • Wo die ursprüngliche Matrix (gelb) liegt, wird links oben von der transponierten Matrix (grün) im Feld F4 durch die Adresse B4 (links oben von der ursprünglichen Matrix) definiert. Man kann die Adresse B4 oder $B$4 manuell Hand eingeben, oder mit einer Formel wie hier
    F4: =ADRESSE(ZEILE(B4);SPALTE(B4))
  • Die Zellen werden mit einer kopierfähigen Formel transponiert, hier das Beispiel aus der Zelle H5 der Tabellen­kalkulation (bzw. B1 der grünen Matrix):
    H5: =INDIREKT(ADRESSE(ZEILE(INDIREKT($F$4))+SPALTE(H5)-SPALTE($F$4);SPALTE(INDIREKT($F$4))+ZEILE(H5)-ZEILE($F$4)))
    Die Zelle H5 muss nur noch in den gewünschten Bereich kopiert werden.
  • Beispiel: ODS / XLS
    Hinweis: Wenn Sie die Muster­lösung per Kopieren und Einfügen übertragen, müssen Sie die Adressen $F$4 innerhalb einer Formel anpassen und diese dann kopieren.

    Anhang A : Fehler­meldungen in den Zellen    

Fehler­meldungen OpenOffice / StarOffice MS Excel
Spalte zu schmal #########
Division durch 0 Err:503 #DIV/0!
Eingabe liegt nicht im sinnvollen Bereich (z.B. Wurzel aus einer negativen Zahl) Err:502 #ZAHL!
Eingabe hat den falschen Typ (z.B. Multiplikation mit einem Text) #Wert?
Unbekannte Funk­tion (z.B. durch Tippfehler) #name?
Fehler in der Funk­tion (z.B. zu wenige Argumente: =wenn(a1<0;"Wert ist kleiner als Null"); es fehlt die Angabe für Wert größer/gleich Null) #NV #NV

In StarOffice findet man die vollständige Liste der Fehlercodes (Err:..) unter dem Stichwort "Err" in Hilfe - Index. Wenn der rote Punkt in der Symbolleiste der Hilfe gedrückt ist, bleibt der aktuelle Hilfe­text erhalten, ansonsten versucht die Hilfe mit Ihren Eingaben Schritt zu halten.

In Excel findet man die Fehlercodes unter dem Stichwort der Fehler­meldung, z.B. "#Null!" ebenfalls in Hilfe - Index

Weitere Fehler: Verschwunden ( Leiste , Zahl )

   Anhang B: Arbeits­techniken    

Zur effizienten Erstellung und Bearbeitung größerer Tabellenblätter sollte man die verschiedenen zeitsparenden Techniken kennen. Soweit die Techniken im vorherigen Kapiteln schon beschrieben wurden, sind sie hier nur noch verlinkt.

  • Zellen kopieren
  • Zellen verschieben
  • Formeln eingeben siehe Kapitel Eingabe von Formeln
  • Zeilen und Spalten einfügen

    B.1 noch leer    

    B.2 Zellen verschieben    

Kopieren in angrenzende Bereiche

Will man Zellen in angrenzende Zeilen oder Spalten kopieren, kann man sie am kleinen Rechteck, das rechts unten am markierten Bereich liegt, greifen und ziehen. Wenn in den Zellen nur Texte oder Zahlen stehen, werden diese manch­mal fort­geführt.

Übung "Kopieren" ( Lösungen im Download­bereich ). Aufgabe: Schreiben Sie eine 1 in Zelle A1, ein "A" in Zelle B1, und "Mo" in Zelle C1, und kopieren Sie die 3 Zellen nach unten: Die Zelle A1 wird kopiert in 1, 2 3, 4..; Die Zelle B1 wird kopiert in Mo, Di, Mi, Do; die Zelle C1 bleibt unver­ändert in A; A; A..

Die Sortierlisten (das auto­matische Zählen) kann angepasst werden, man kann sogar eigene Sortierlisten erzeugen in:

  • Excel: Extras - Optionen - AutoAusfüllen
  • StarOffice: Extras - Optionen - Tabellen­dokument - Sortierliste

Wo man das auto­matische Zählen ausschal­ten kann, weiß ich nicht, aber ich behelfe mir mit der folgenden Kopier­technik.

Kopieren in nicht angrenzende Bereiche (in Zwischenspeicher kopieren, neuen Bereich markieren, einfügen)

Kopieren klappt auch mit mehreren Zellen gleichzeitig.

Übung: erstellen Sie eine Matrix mit 2x3 zellen, schreiben sie neben­einander 1, 3, 5 und darunter a, b, c. Kopieren Sie die Matrix nach unten, nach rechts und in nicht angrenzende Bereiche. Beobachten Sie das Verhalten.

    B.3 Zellen und Spalten einfügen    

Screenshot

Wenn man ein Tabellen­blatt zum Auswerten von Daten anlegt, sollte man den Daten­bereich farblich markieren. So vermeidet man, ver­sehent­lich Daten in einen Bereich zu schreiben, der nicht ausgewertet wird. Den Daten­bereich kann man nachträglich erweitern, indem man zwi­schendrin Zeilen oder Spalten ergänzt; Formeln, die Zell­bereiche auswerten, passen sich dabei auto­matisch an, z.B. =SUMMEWENN(..) im Bild.

In LibreOffice 5.0 muss man bei der Erweiterung des Daten­bereiches allerdings aufpassen: Diagramme erweitern ihren Daten­bereich nicht, wenn man Zeilen einfügen, mit Spalten dagegen funktioniert es !?

    C Umfangreiche Tabellen anlegen    

    C.1 Aufteilung des Blattes    

Wenn man den Bescheid vom Finanzamt oder die Rechnung von der Versicherung geöffnet hat, geht der erste Blick auf das Blatt nach rechts unten, weil dort das Wichtigste steht: Der Betrag der Erstattung bzw. der Forderung.
An diese Blattaufteilung hat man sich so gewöhnt, dass man nicht mehr darüber nachdenkt. Sie ist aber keine natürliche Aufteilung, sondern eine Folge der mitteleuropäischen Buchführungs­techniken. Seit Erfindung derselben durch italienische Bankiers schreibt man links die Erläuterung und rechts die Beträge. Die Summe der Beträge schreibt man rechts darunter, weil das besonders günstig für das Addieren von Hand ist.
Auf einzelnen (Papier-)Blättern ist diese Anordung sowohl prak­tisch als auch übersicht­lich, und so haben wir uns jahrhundertelang daran gewöhnt.

Aber ein Tabellen­blatt kann bis 65536 Zeilen ent­halten, und wenn man dort das Ergebnis rechts unten sucht, muss man eine meterlange Buchrolle abwickeln (Die Älteren erinnern sich:-). Außerdem addiert die Tabellen­kalkulation nicht mehr nach Adam Riese, sondern mit AMD oder Intel, und es ist ihr gleichgültig, wohin sie das Ergebnis schreiben soll.

Diese Erkenntnisse sollten Sie in die Gestaltung Ihres Tabellen­blattes einfließen lassen:

Die wichtigsten Felder müssen leicht erreichbar sein.

Wichtig sind die Eingabefelder und die Ausgabefelder, d.h. die Ergebnisse. Unter Umständen gehören auch Diagramme dazu. Ideal ist es, wenn sie direkt auf einem Bildschirm sichtbar sind. Wenn dies nicht möglich ist, muss man die allerwichtigsten Ergebnisse auswählen und sofort sichtbar präsentieren.

Werk­stofftabellen, Neben­rechnungen, lange Datenreihen usw. kann man aus dem Sicht­bereich verbannen. Gut geeignet sind dazu weitere Tabellenblätter in einer Mappe, die aber benamst sein müssen, damit man sie im Bedarfsfall leicht findet.

    C.2 komplizierte Formeln aufbauen    

Theoretisch kann man meterlange Formeln direkt in die Formel­eingabe-Leiste eintippen, aber je komplizierter die Formel wird, desto mehr Fehler macht man und desto unübersicht­licher wird die Fehlersuche - wenn man den Fehler überhaupt bemerkt. Es gibt für jeden Programmierer eine individuelle Grenze, ab der er mit systematischer Vor­gehens­weise Zeit spart gegenüber dem schnellen Eintippen (und der folgenden Fehlersuche). Ich empfehle im Zweifelsfalle lieber etwas mehr systematisches Vorgehen.

Als Beispiel dient eine Formel aus der Übung "Matrixfunktionen" bei Übungsbeispiele
=INDIREKT(ADRESSE(22+VERGLEICH(B4;$A$23:$A$40;0);2;1))

Die ganze Formel ist aus mehreren einzelnen Formeln verschachtelt und für den Ungeübten schon ziemlich unübersicht­lich. Zur Entwicklung einer solchen Formel empfehle ich die folgende Vor­gehens­weise:

  • Erproben Sie die Formeln an einfachen Beispielen, deren Ergebnis sie kennen.
  • Bauen Sie die Formel schrittweise von innen nach außen in getrennten Zellen auf und testen Sie jeden Zwischenschritt gründlich. Beispiel:
    • B6: =VERGLEICH(B4;$A$23:$A$40;0)
      (in Zelle B6 steht die Formel...
    • B7: =ADRESSE(22+B6;2;1)
    • B8: =INDIREKT(B7)
  • Wenn die einzelnen Formeln gründlich getestet sind und funktionieren, setzt man sie zusammen. Dabei beginnt man von außen nach innen, bzw. bei der vorstehenden Formeln von unten nach oben. Um zu vermeiden, dass das Programm relative Adressen verbiegt, kopiert man nicht die Zelle, sondern die Zeichenfolge der Formel in der Formel-Eingabezeile.
  • Markieren und kopieren Sie die Zeichenfolge der Formel =INDIREKT(B7) in der Eingabezeile der Zelle B8.
  • Fügen Sie die Zeichenfolge in der Eingabezeile der Zelle B4 ein.
  • Markieren und kopieren Sie die Zeichenfolge der Formel ADRESSE(22+B6;2;1) ohne Gleichheitszeichen in der Eingabezeile der Zelle B7.
  • Setzen Sie die ADRESSE-Formel aus B7 in die INDIREKT-Formel anstelle des Bezuges B7 ein.
  • Die zusammengesetzte Formel sieht jetzt so aus:
  • Setzen Sie jetzt die VERGLEICH-Formel aus der Zelle B6 an die Stelle der Gesamt-Formel, wo B6 steht.
  • Man setzt also eine verschachtelte Formel zusammen, indem man jeden Zellbezug durch die Formel ersetzt, die in der betreffenden Zelle steht. Wichtig ist, dass man das Gleichheitszeichnen nur bei der ersten Formel überträgt. Danach kann man das Verfahren formell weiter führen und macht mit etwas Übung keine Fehler mehr.

    C.3 Tabellen erweitern    

Bild fehlt leider noch
Die gelbe Tabelle enthält die Urwerte für das Diagramm

Das Diagramm im Bild stellt die Verteilung der Noten dar, die in der gelb unterlegten Tabelle eingetragen sind. Für die Noten­verteilung einer anderen Klasse erstellt man das Diagramm natürlich nicht neu, sondern kopiert das ganze Tabellen­blatt. Wenn die andere Klasse größer ist, muss die gelbe Tabelle vergrößert werden.

Die schlechte Methode zum Vergrößern der gelben Tabelle ist es, alle Formeln zu ändern, die sich auf die gelbe Tabelle beziehen. Im Beispiel müsste man dazu herausfinden, dass die gelben Urwerte erst im grünen Bereich klassiert werden müssen, bevor im Diagramm eine Verteilung dargestellt werden kann. Anschließend müsste man in funktionierende Formeln eingreifen, und davon ist immer abzuraten.

Die einfachere Methode zum Vergrößern der gelben Tabelle ist es, neue Zeilen bzw. Spalten in die Tabelle einzufügen. Beim Einfügen werden alle Formeln auto­matisch an die größere Tabelle angepasst, und man braucht den Aufbau der Formeln gar nicht zu kennen.

Im Beispiel fährt man über die Zeilen­nummern 14 bis 18 und wählt mit einem rechten Mausklick das Kon­textmenu - Zellen einfügen, um 5 neue Zeilen einzufügen. Wichtig ist es, nicht die erste und letzte Zeile/Spalte zu markieren, weil es dann manch­mal zu Problemen kommt.

Übrigens sind meine Tabellen meist farbig hinterlegt, damit ich ihre Grenzen leichter wieder finde. Die Farbe wird beim Zellen einfügen ebenfalls auto­matisch erweitert.

    C.4 Formulare    

Hoppla, Bild verschwunden...
Enges Zellenraster für komplizierte Formulare (ohne Gitterlinien)

Formulare ent­halten Formularfelder, die oft unterstrichen oder umrahmt sind.

Wenn diese Formularfelder regelmäßig angeordnet sein sollen, kann man für jedes Formularfeld eine Zelle vorsehen. Die Größe der Formularfelder kann man dann mit der Größe der Zelle ver­ändern .

Wenn man verschieden große Formularfelder in komplizierter Anordnung benötigt, ist dieses Verfahren nicht sinnvoll, weil die Breite übereinander liegender Formularfelder nicht unabhängig voneinander verstellt werden kann.

In diesem Fall ist es sinnvoll, mit einem engmaschigen Raster zu beginnen und dieses Raster nicht mehr zu ver­ändern. Die Formularfelder erzeugt man dann durch Zusammenfassen von Zellen .

Wenn man wie im Bild die Gitterlinien nicht benötigt, ist es noch nicht mal nötig, die Zellen zusammenzufassen. Es genügt, die gewünschten Zellen zu markieren und dann mit Linien und Rahmen zu versehen.

Geplante Erweiterungen

  • Kopier­techniken
  • Zahlenreihen
  • rel. / abs. Adressierung
  • SUMME(..) statt I1 + I2 +...
    • leichter zu lesen, weniger Fehler
    • erweiterbar: Zeilen und Spalten einfügen
  • Geschicktes Anordnen in Tabellen
  • Dokumentation
  • Mit leicht überprüfbaren Zahlen testen
  • Summen nach oben
  • Formatieren so spät wie möglich
  • Kommentieren Sie ein Tabellen­blatt immer so, dass es auch eine andere Person oder Sie selbst in 2 Jahren verstehen.
  • Markieren Sie Eingabefelder, damit man sie schnell findet.
  • Sperren Sie Be­rech­nungsfelder, in denen nichts eingegeben werden muss.

   Anhang D : numerische Fehler der Programme    

    D1 : =Ganzzahl()    

Die Funk­tion =Ganzzahl() schneidet von einer Zahl die Komma­stellen ab, =Ganzzahl(2,7) ergibt 2.

Probleme können auftreten, wenn eine vorhergehenden Rechnung intern ein Ergebnis wie 1,9999999999999999999 ergeben hat. Nach außen tritt die Abweichung nicht auf, weil diese Zahl als 2 dargestellt wird. Auch bei weiteren Be­rech­nungen mit dieser Zahl tritt kein Problem auf, weil die Abweichung sehr klein ist bzw. durch interne Rundungsalgorithmen korrigiert wird.

Nur bei =Ganzzahl(1,9999999999999999999) kann aus einer 2 plötzlich eine 1 werden und damit das Ergebnis deutlich verfälschen.
Lösen kann man dies Problem, indem man zum Argument innerhalb =Ganzzahl() einen sehr kleinen Wert addiert. Zum Beispiel ergibt =Ganzzahl(1,9999999999999999999+0,000001) das richtige Ergebnis 2.

Ein Beispiel für diesen Fehler, der bei MS Excel97 und OpenOffice1.0 bzw. StarOffice6.0 auftritt, finden Sie in der Übung Sammel­bestellung.

    D2 : =BinomVert()    

In MS Excel 97 rechnet die Funk­tion für die untere Summenwahr­schein­lichkeit der Binomial­verteilung nicht korrekt. Beim Ereignisanteil p=0 wird in einigen Fällen die untere Summenwahr­schein­lichkeit 0 statt 1 be­rech­net. Zum Beispiel gibt die Funk­tion =BINOMVERT(2;32;0;1) das Ergebnis 0 statt 1. Man kann das Problem lösen, indem man mit p=0,000001 rechnet.

Beispiel: Binomiale_Verteilung. XLS . OpenOffice / StarOffice machen diesen Fehler nicht.

    D3 :  =HypgeomVert()    

OpenOffice1.0 bzw. StarOffice6.0 be­rech­net die Formel =HypgeomVert(1;4;152;10000) nicht korrekt. Die Formel rechnet erst dann korrekt, wenn man den Wert 152 auf mindestens 142 verkleinert.

Beispiel: Hyper­geometrische_Verteilung.ods . MS-Excel macht diesen Fehler nicht.

   Anhang E verwendete Begriffe    

absolute Adresse ; bedingte Formate ; Formatieren ; Formatvorlage ; Funk­tions­leiste ; harte Formatierung ; Hochkomma ; kauf­männisches Und; Kon­textmenü; Menüleiste , Rechenleiste ; relative Adresse ; RMK ; Spaltenköpfe; Statusleiste ; String ; Symbolleiste ; Tabelle ; Variable ; weiche Formatierung ; Zahlenformat ; Zeichenkette ; Zeilen­köpfe; Zelle ;

   Anhang F - Funk­tionen    

    F.1  Statistik    

Normal­verteilung

Mittelwert und Standardabweichung

Mittelwert und Standardabweichung sind die Parameter einer normalverteilten Messreihe. Wenn sie bekannt sind, kann man viele Beurteilungen und Auswertungen vornehmen, ohne jedesmal mit unter Umständen tausenden von Messwerten rechnen zu müssen.
In der Praxis sind Messreihen aber selten genau normalverteilt, deshalb kann man auf die Urwerte nicht ganz verzichten.

  • =MITTELWERT(Werteliste)
    be­rech­net den Mittelwert einer Liste
  • =STDABW(Werteliste)
    be­rech­net die Standardabweichung einer Liste mit dem in Europa üblichen Teiler n-1
  • =STDABWN(Werteliste)
    be­rech­net die Standardabweichung einer Liste mit dem Teiler n

Summenhäufigkeit

Summenhäufigkeiten beantworten zB. die Fragen, wie viele Prozent einer normalverteilten Produktion, von der Mittelwert und Standardabweichung bekannt sind, unterhalb, oberhalb oder zwi­schen zwei Grenzwerten liegen.

  • =NORMVERT(Grenzwert; Mittelwert; Standardabweichung; WAHR)
    untere Summenhäufigkeit be­rech­net, welcher Anteil einer normalverteilten Reihe einen kleineren Wert als der Grenzwert hat. Damit kann ermittelt werden, wie groß der Anteil einer normalverteilten Fertigung unterhalb des unteren (Toleranz-)Grenzwertes ist.
  • =1-NORMVERT(Grenzwert; Mittelwert; Standardabweichung; WAHR)
    obere Summenhäufigkeit be­rech­net, welcher Anteil einer normalverteilten Reihe einen größeren Wert als der Grenzwert hat. Damit kann ermittelt werden, wie groß der Anteil einer normalverteilten Fertigung oberhalb des oberen (Toleranz-)Grenzwertes ist.
  • =NORMVERT(oberer Grenzwert; Mittelwert; Standardabweichung; WAHR) -
    NORMVERT(oberer Grenzwert; Mittelwert; Standardabweichung; WAHR)
    be­rech­net, welcher Anteil einer normalverteilten Reihe zwi­schen den Grenzwerten liegt. Damit kann ermittelt werden, wie groß der Anteil einer normalverteilten Fertigung innerhalb der (Toleranz-)Grenzwerte liegt.

Umkehrfunktion der Summenhäufigkeit

Die Umkehrfunktion der Summenhäufigkeit beantwortet zB. die Fragen, wo eine Grenze liegen muss, damit 90% der Fertigung darunter liegt.

  • =NORMINV(Unterschreitungsanteil; Mittelwert; Standardabweichung)
    be­rech­net die Grenze so, dass gerade der Unterschreitungsanteil, zB. in Prozent, darunter liegt.
    Beispiel: In der Fertigungs­technik mit statistischer Prozessregelung benötigt man die Grenzen, innerhalb derer 95% (99%) der Fertigung liegen. Da die Normal­verteilung symmetrisch ist, heißt das, dass 2,5% (0,5%) unterhalb des unteren Grenzwertes liegen. 2,5% (0,5%) werden deshalb als Unterschreitungsanteil eingesetzt.
  • =NORMINV(1-Überschreitungsanteil; Mittelwert; Standardabweichung)
    be­rech­net die Grenze so, dass gerade der Überschreitungsanteil darüber liegt.

   Anhang G weitere_Uebungen    

    G.1   Datenbankfunktionen    

Aufgabe:
Gegeben: Liste für Einfach-Stichprobenpläne nach AQL. Es handelt sich um eine Liste der Art
Bei Liefermengen von 26 bis 50 Stück entnimmt man eine Stichprobe von 5 Stück
Bei Liefermengen von 51 bis 90 Stück entnimmt man eine Stichprobe von 20 Stück.
Eingabe: Liefermenge, z.B. 55
Ausgabe: Stichprobenumfang
Funk­tionen: =DBAuszug()
Lösungen mit Anleitung: PDF , LibreOffice , Excel97

    G.2   Kalender    

Themen: Datumsformate, stark verschachtelte Funk­tionen, bedingte Formate, Datenbankfunktionen
Anleitung:PDF
Muster­lösung:ODS | PDF

    G.3   Spiele    

Themen: in Tabellenfunktionen eingebaute Spiele
Funk­tionen: versteckte Funk­tionen
Anleitung: PDF

Links für versteckte Spiele, für

    G.4  Weitere Blätter ohne große Erklärungen    

  • Spannungs-Dehnungs-Diagramme: Mal eben Wertepaare für eine Aufgabe zum Zug­versuch finden? Diese Blatt schätzt Spannungs-Dehnungs-Wertepaare aus den Festig­keitswerten (E, Rp0,2, Re, Rm, A) eines Werk­stoffes ab und stellt sie als Diagramm dar. Es sind Werk­stoffe mit und ohne ausgeprägter Streckgrenze möglich. Die Spannungs-Dehnungs-Wertepaare werden mit den Angaben für die Zugprobe auch in Kraft-Verlängerungs-Wertepaare umgerechnet und dargestellt. In einem weiteren Blatt können gegebene Wertepaare auch ineinander umgerechnet werden.
    Formate: LibreOffice, MS-Excel97.
  • Link: das Sinus-Projekt mit Excel der Ober­schule Luckenwalde . (08/2010)
  • Link: Ein umfangreiches Skript mit dem Thema "Grundzüge der Datenauswertung mit Excel und OpenOffice" finden Sie auf der Seite von Jan Schmidt mit DeTe . (06/2009)
  • Link zu Dr. Bommhardt : Arbeits­blätter zu MS Excel und anderen Programmen, bevorzugt aus dem Nahrungs­bereich. (10/2007)
  • Netschool.at von Renate + Ernst Frey: Kurse zu StarOffice und MS-Office (Text­verarbeitung und Tabellen­kalkulation). (10/2003)
  • Dieter Heidorn : Einführungskurs und Übungsbeispielen zu StarCalc. (10/2003)
  • Helmut Kohorst : Excel-Lösungen zur Stochastik und zur grafischen Dar­stellung von Funk­tionen. (04/2006)
  • Umweltsimulationen mit Hilfe von Tabellen­kalkulationen bietet die Fachhoch­schule Fulda, z.B Räuber-Beute-Systeme, Tragödie der Gemeingüter (Allmende, Walfang), Schweinezyklus usw. Diese Aufgaben vermitteln wichtige Einsichten, die weit über Tabellen­kalkulationen hinausgehen. Klasse ! (04/2004)
  • Link: OpenOffice.de : Hier kann man OpenOffice kostenlos herunter laden und erhält Hilfe. (02/2005)
  • Link: Werner Roth bietet umfassende Informationen zu StarOffice. (04/2002)